Die Vorworte der verschiedenen »Adressbüchern der Keram-Industrie«

Die Vorworte spiegeln einerseits die Nachfrage nach Informationen zur Keram-Industrie und von Bezugsquellen wieder, aber auch die Schwierigkeiten der Einholung von entsprechenden Informationen. Andererseits finden sich auch die Entwicklungen und Veränderungen des sich europäisierenden Marktes und der zeitgeschichtlich interessanten Ereignisse, vor allem in der Zeit des „III. Reiches“.
Die Schreibweise wurde unverändert übernommen und weicht teils stark von der aktuellen ab. Derzeit fehlen noch 12 der 26 Vorworte. Ziel ist die Vorstellung aller Vorworte.

1883 (1. Auflage)

VORWORT

1887 (2. Auflage)

VORWORT

Wir übergeben hiermit die bedeutend umfangreichere II. Auflage des Adressbuches der keramischen Industrie. Die erste 1883 erschienene Auflage enthielt nur die Firmen der Porzellan-, Steingut-, Feyence-, Siderolith-, Majolika-Fabriken und die des feinen Steinzeugs. Dagegen ist die vorliegende Ausgabe auf die gesammte keramische Industrie ausgedehnt und nur die Ziegelfabriken und Ziegeleien stehen, ihrer mehr localen Bedeutung wegen, noch ausserhalb des weiten Rahmens.

Für die Uebersichtlichkeit und schnelle Auffindung war die räumliche Anordnung in vier Abtheilungen nöthig. Dieselbe ist auch äusserlich durch die vier rothen Titel leicht erkenntlich gemacht.

Neben der Ausdehnung des Inhalts auf die Gesammt-Industrie der Keramik ist die Aufführung aller Fabrik-Marken neu und von grosser practischer Bedeutung.

Als Marken oder Zeichen wurden auch ganz ausgeschriebene Firmen mit Ortsbezeichnung in das Marken-Register der IV. Abtheilung aufgenommen, soferne dieselben in besonderer Form geordnet oder von Umrahmungen umgeben sind.

Da das amtlich geplante Zeichen-Register der gesammten Industrie Deutschlands mangels Betheiligung nicht herauskommt, auch andere Industrien nicht für ihre Markensammlungen gesorgt haben, so ist die keramische Industrie die erste und einzige, welche ein so wichtiges Nachschlagebuch aufzuweisen hat.

Die IV. Abtheilung ermöglicht das rasche Auffinden der Firmen nach den Orten, nach den Ländern und Provinzen, sie weist den Ursprung aller Fabrikate nach, die zu der betreffenden Marke gehörige Firma und die in dem Buche enthaltenen Angebote der Lieferanten und Techniker.

Auch Fachzeitungen, Schulen, Versuchs-Anstalten, Verbände und Vereine, welche zu der keramischen Industrie in Beziehung stehen, sind hier aufgeführt, sowie die Töpferei-Berufsgenossenschaft.

Die Fragebogen wurden an säumige Firmen vier mal versandt. Solchen, die keine Antwort gegeben haben, ist - (I) beigesetzt worden. Aber auch über diese haben wir uns, so viel als möglich, Auskunft verschafft.

Die Ankündigungen aller Art sind nach bewährter Praxis seitenweise mit dem Text abwechselnd geordnet und so immer recht ersichtlich.

Mit diesem nun vollständigen Adressbuch hoffen wir, der keramischen Industrie in allen ihren Beziehungen wirksam und fordernd zu dienen, den Industriellen, ihrem Personal von Beamten und Arbeitern, den Händlern und Exporteuren, den Lieferanten aller Art, auch den Behörden und der Statistik.

Coburg, im Februar 1887.

Redaction des Sprechsaal.

1890 (3. Auflage)

VORWORT

1893 (4. Auflage)

VORWORT

Zu Anfang des Jahres 1883 erschien die I. Auflage dieses Adressbuches der keramischen Industrie Deutschlands und Oesterreich-Ungarns und im Februar 1887 folgte die II. und im Februar 1890 die III. Auflage. Im Verlauf der praktischen Erprobung des als vollständig und zuverlässig anerkannten Adressbuches hat sich, in Berücksichtigung der fortwährenden Veränderung des Bestandes an Firmen, das Bedürfniss herausgestellt, alle 3 Jahre eine neue Ausgabe des weitverbreiteten Adressbuches zu erhalten. Dieses Verlangen ist den Verlegern von den keramischen Verbänden und vielen anderen, auch kaufmännischen Kreisen ausgesprochen worden.

Wir übergeben demnach nach dreijährigem Zeitraum die bedeutend umfangreichere IV. Auflage des Adressbuches der keramischen Industrie. Die vorliegende Ausgabe ist wieder auf die gesammte keramische Industrie ausgedehnt, und nur die Ziegelfabriken und Ziegeleien bleiben, ihrer mehr localen Bedeutung wegen, noch ausserhalb des weiten Rahmens.

Für die Uebersichtlichkeit und schnelle Auffinden war die räumliche Anordnung in vier Abtheilungen nöthig. Dieselbe ist auch äusserlich durch die vier rothen Titel leicht kenntlich gemacht.

Neben der Ausdehnung des Inhalts auf die Gesammt-Industrie der Keramik ist die Aufführung aller Fabrik-Marken von grosser praktischer Bedeutung.

Als Marken oder Zeichen wurden auch ganz ausgeschriebene Firmen mit Ortsbezeichnungen in das Marken-Register der IV. Abtheilung aufgenommen, soferne dieselben in besonderer Form geordnet oder von Umrahmungen umgeben sind.

Da das amtliche Zeichen-Register der gesammten Industrie Deutschlands ein theueres, umfangreiches Werk mit fünf, aber heute nur bis 1891 reichenden Nachtragsbänden ist, so ist die vollständige keramische Markensammlung unseres vorliegenden Buches um ein ganzes Jahr jenem Verzeichnis voraus. Es enthält dazu, für die Interessentenkreise doch sehr wichtig, auch die Fabrik-Marken Oesterreich-Ungarns.

Die IV. Abtheilung ermöglicht das rasche Auffinden des gesuchten Fabrikats, der zu der betreffenden Firma gehörigen Marke und der in dem Buche enthaltenen Angebote der Inserenten, auch der Namen der Inserenten, alphabetisch geordnet, ferner auch der Firmen nach den Orten, nach den Ländern und Provinzen.

Auch Schulen, Versuchs-Anstalten, Verbände und Vereine, welche zu der keramischen Industrie in Beziehung stehen, sind hier aufgeführt, ebenso die Fachliteratur und die Töpferei-Berufsgenossenschaft und die seit dem 1. Februar 1892 in folge der Handelsverträge zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich-Ungarn in Kraft getretenen Zolltarife beider Länder.

Die Ankündigungen aller Art sind nach bewährter Praxis seitenweise mit dem Text abwechselnd geordnet und so immer recht ersichtlich.

Mit diesem neuen vollständigen Adressbuch hoffen wir, der keramischen Industrie in allen ihren Beziehungen wirksam und fördernd zu dienen, den Industriellen, ihrem Personal von Beamten und Arbeitern, den Händlern und Exporteuren, den Lieferanten aller Art, auch den Behörden und der Statistik.

Coburg, im Februar 1893.

Müller & Schmidt,
Verlag und Redaction des Sprechsaal
und der Adressbücher der Keram- und Glasindustrie
Deutschlands und Oesterreich-Ungarns.

1896 (5. Auflage)

VORWORT

1899 (6. Auflage)

VORWORT

Zu Anfang des Jahres 1883 erschien die I. Auflage dieses Adressbuches. Im Verlauf der praktischen Erprobung des als vollständig zu zuverlässig anerkannten Adressbuches hat sich, in Berücksichtigung der fortwährenden Veränderung des Bestandes an Firmen, das Bedürfnis herausgestellt, alle 3 Jahre eine neue Ausgabe zu veranstalten. Dieses Verlangen ist den Verlegern von den keramischen Verbanden, unter deren Patronat das Adressbuch erscheint, und vielen anderen, auch kaufmännischen Kreisen ausgesprochen worden.

Wir übergeben nun die wieder bedeutend umfangreichere VI. Auflage des Adressbuches der keramischen Industrie. Dieselbe ist ebenfalls auf die gesammte keramische Industrie ausgedehnt, und nur die Ziegelfabriken und Ziegeleien bleiben, ihrer mehr localen Bedeutung wegen, ausserhalb des weiten Rahmens.

Für die Uebersichtlichkeit und schnelle Auffinden ist die bewährte räumliche Anordnung in fünf Abtheilungen beibehalten. Dieselbe ist auch äusserlich durch die fünf rothen Titel leicht kenntlich gemacht.

Neben der Ausdehnung des inhalts auf die Gesammt-Industrie der Keramik ist die Aufführung aller Fabrik-Marken von grosser praktischer Bedeutung namentlich angesichts des Markenschutzgesetzes.

Die IV. Abtheilung ermöglicht das rasche Auffinden des gesuchten Fabrikats, der zu der betreffenden Marke gehörigen Firma und der in dem Buche enthaltenen Angebote der Inserenten, auch der Namen der Inserenten, alphabetisch geordnet, ferner der Firmen nach den Orten, nach den Ländern und Provinzen. Das Verzeichnis der Fabrikmarken hat eine wesentliche Erweiterung und Verbesserung erfahren, dadurch, dass auch alle für nicht selbst fabrizirende Firmen und Personen, sowie die für ausländische Fabriken auf Grund des Deutschen Reichsgesetzes vom 12. Mai 1894 eingetragenen Waarenzeichen aufgenommen worden sind. Ebenso wird die Beigabe eines Verzeichnisses derjenigen Marken, welche von den betr. Firmen nicht mehr geführt werden, sowie der Marken inzwischen erloschener Firmen manchem Interessenten willkommen sein.

Sämmtliche Fachschulen, Versuchsanstalten, Verbände und Vereine, welche zu der keramischen Industrie in Beziehung stehen, sind in der V. Abtheilung aufgeführt, ebenso die Töpferei-Berufsgenossenschaft und die Fachliteratur.

Die Ankündigungen aller Art sind nach hewärter Praxis seitenweise mit dem Text abwechselnd geordnet und so immer recht ersichtlich.

Mit diesem neuen vollständigen Adressbuch hoffen wir wieder, der keramischen Industrie in allen ihren Beziehungen wirksam und fördernd zu dienen, den Industriellen, ihrem Personal von Beamten und Arbeitern, den Händlern und Exporteuren, den Lieferanten aller Art, auch den Behörden und der Statistik.

Coburg, im Januar 1899.

Müller & Schmidt,
Verlag und Redaction des Sprechsaal
und der Adressbücher der Keram- und Glasindustrie
und der Malereien Deutschlands und Oesterreich-Ungarns.

1902 (7. Auflage)

VORWORT

1904 (8. Auflage)

VORWORT

Wir übergeben nach 2 Jahren die wieder umfangreichere VIII. Auflage des Adreßbuches der keramischen Industrie. Dieselbe ist ebenfalls auf die gesamte keramische Industrie ausgedehnt, und nur die reinen Ziegelfabriken bleiben, ihrer mehr lokalen Bedeutung wegen, außerhalb des weiten Rahmens.

Für die Uebersichtlichkeit und schnelle Auffinden ist die bewährte räumliche Anordnung in fünf Abteilungen beibehalten. Dieselbe ist auch äußerlich durch die fünf roten Titel leicht kenntlich gemacht.

Neben der Ausdehnung des Inhaltes auf die Gesamt-Industrie der Keramik, ist die Aufführung der Fabrikmarken von großer praktischer Bedeutung.

Die IV. Abteilung ermöglicht das rasche Auffinden des gesuchten Fabrikats, der zu der betreffenden Marke gehörigen Firmen und der in dem Buche enthaltenen Angebote der Inserenten, auch der Namen der Inserenten, alphabetisch geordnet, ferner der Firmen nach den Orten, nach den Ländern und Provinzen, überall mit Hinweis auf die Seitenzahl. Das Verzeichnis der Fabrikmarken hat eine wesentliche Erweiterung und Verbesserung erfahren, dadurch, daß auch diesmal wieder alle für ausländische Firmen, für Handlungen und für Künstler auf Grund des Deutschen Reichsgesetzes vom 12. Mai 1894 eingetragenen Warenzeichen aufgenommen worden sind. Ebenso wird die Beigabe eines Verzeichnisses derjenigen Marken, welche von den betr. Fabriken nicht mehr geführt werden, sowie der Marken inzwischen erloschener Firmen und jener der Porzellanmalereien manchem Interessenten willkommen sein.

Sämtliche Fachschulen, Versuchsanstalten, Verbände und Vereine, welche zu der keramischen Industrie in Beziehung stehen, sind in der V. Abteilung aufgeführt, ebenso die Töpferei-Berufsgenossenschaft und die Fachliteratur.

Die Ankündigung aller Art sind nach bewährter Praxis seitenweise mit dem Text abwechselnd geordnet und so immer seitenweise mit dem Text abwechselnd geordnet und so immer recht ersichtlich.
Mit diesem neuen vollständigen Adreßbuch hoffen wir wieder der keramischen Industrie in allen ihren Beziehungen wirksam und fördernd zu dienen, dem Industriellen, ihrem Personal von Beamten und Arbeitern, den Händlern und Exporteuren, den Lieferanten aller Art, auch den Behörden und der Statistik.

Coburg, im Januar 1904.

Müller & Schmidt,
Verlag des Sprechsaal und der Adreßbücher
der Keram- und Glasindustrie
Deutschlands und Oesterreich-Ungarns.

1906 (9. Auflage)

VORWORT

Wir übergeben nach 2 Jahren die wieder bedeutend umfangreichere und verbesserte IX. Auflage des Adressbuches der keramischen Industrie. Dieselbe ist ebenfalls auf die gesamte keramische Industrie ausgedehnt, und nur die reinen Ziegelfabriken bleiben, ihrer mehr lokalen Bedeutung wegen, ausserhalb des weiten Rahmens.

Für die Uebersichtlichkeit und schnelle Auffindung ist die bewährte räumliche Anordnung in fünf Abteilungen beigehalten, welche auch äusserlich durch die fünf roten Titel leicht kenntlich gemacht ist. Die Firmen der ersten Abteilung sind diesmal gesondert in solche von Deutschland und Oesterreich-Ungarn. Als Anhang an die I. Abteilung ist neu: Die bedeutenderen Porzellanmalereien in Deutschland und Oesterreich-Ungarn.

Neben der Ausdehnung des Inhalts auf die Gesamt-Industrie der Keramik, ist die Aufführung der Fabrikmarken von grosser praktischer Bedeutung und bei unsern Adressbüchern einzig in ihrer Art.

Die IV. Abteilung ermöglicht das rasche Auffinden des gesuchten Fabrikats, der zu der Betreffenden Marke gehörigen Firma und der in dem Buche enthaltenen Angebote der Inserenten, alphabetisch geordnet, ferner der Firmen nach den Orten, nach den Ländern und Provinzen, überall mit Hinweis auf die Seitenzahlen. Das Verzeichnis der Fabrikmarken hat eine wesentliche Erweiterung und Verbesserung erfahren dadurch, dass auch diesmal wieder alle für Ausländische Firmen, für Handlungen und für Künstler auf grund des Deutschen Reichsgesetzes vom 12. Mai 1894 eingetragenen Warenzeichen aufgenommen worden sind. Ebenso wird die Beigabe eines Verzeichnisses derjenigen Marken, welche von den betr. Fabriken nicht mehr geführt werden, sowie der Marken inzwischen erloschener Firmen, manchem Interessenten willkommen sein.

Sämtliche Fachschulen, Versuchsanstalten, Verbände und Vereine, welche zu der keramischen Industrie in Beziehung stehen, sind in der V. Abteilung aufgeführt, ebenso die Töpferei-Berufsgenossenschaft und die Fachliteratur.

Die Ankündigung aller Art sind nach bewährter Praxis seitenweise mit dem Text abwechselnd geordnet und dadurch recht ersichtlich.

Mit diesem neuen vollständigen Adressbuch hoffen wir wieder der keramischen Industrie in allen ihren Beziehungen wirksam und fördernd zu bedienen, dem Industriellen, ihrem Personal von Beamten und Arbeitern, den Händlern und Exporteuren, den Lieferanten aller Art, auch den Behörden und der Statistik.

Coburg, im Januar 1906.

Müller & Schmidt.
Verlag des Sprechsaal und der Adreßbücher
der Keram- und Glasindustrie
Deutschlands und Oesterreich-Ungarns.

1907 (10. Auflage)

VORWORT

Wir übergeben hiermit nach dem überraschend schnellen Vergreifen der 9. Auflage nach eineinhalb Jahren die wieder bedeutend umfangreichere und verbesserte

10. Auflage des Adressbuches der Keram-Industrie.

Dieselbe ist ebenfalls auf die gesamte keramische Industrie ausgedehnt, und nur die reinen Ziegelfabriken blieben, ihrer mehr lokalen Bedeutung wegen, auch diesmal außerhalb des weiten Rahmens.

Für die Uebersichtleichkeit und schnelle Auffindung ist die bewährte räumliche Anordnung in fünf Abteilungen beibehalten worden. Dieselbe ist auch äußerlich durch die roten Zwischenblätter leicht kenntlich gemacht.

Der Uebersichtlichkeit wegen sind in der ersten Abteilung die Firmen Deutschlands von denen Oesterrich-Ungarns ebenfalls durch ein rotes Zwischenblatt getrennt. Bei der zweiten Abteilung sind die Firmen nach Orten zusammengestellt, ferner auch wieder die Ofenfabriken von den Töpfereien und Steinzeugfabriken getrennt. Unser Bemühen war auch diesmal, die Angaben bei den Firmen soweit als erlangbar zu vervollkommnen und zu erweitern, so u. a. durch Angabe der Anzahl und des Systems der Oefen und Muffeln, ferner der Bankkonten etc. Wenn es nicht gelungen ist, von allen Firmen die gewünschten Mitteilungen zu erlangen, so liegt dies wohl leider in dem Verkennen des Wertes eines solchen Adreßbuches. In der fünften Abteilung ist neu die Aufführung des deutschen wie des österreichisch-ungarischen Zolltarifes für die keramische Branche.

Neben der Ausdehnung des Inhalts auf die Gesamt-Industrie der Keramik, ist die Aufführung der Fabrikmarken von großer praktischer Bedeutung und bei unseren Adreßbüchern einzig in ihrer Art.

Die vierte Abteilung ermöglicht das rasche Auffinden des gesuchten Fabrikats, der zu der betreffenden Marke gehörigen Firma und des in dem Buche enthaltenen Bezugsquellen-Verzeichnisses der Inserenten, ebenfalls alphabetisch geordnet, ferner der Firmen nach den Orten, nach den Ländern und Provinzen, überall it Hinweis auf die Seitenzahlen. In das Verzeichnis der Fabrikmarken sind auch diesmal wieder alle für ausländische Firmen, für Handlungen und für Künstler auf Grund des Deutschen Reichsgesetzes vom 12. Mai 1894 eingetragenen Warenzeichen aufgenommen worden. Ebenso wird die Beigabe eines Verzeichnisses derjenigen Marken, welche von den betreffenden Fabriken nicht mehr geführt werden, sowie der Marken inzwischen erloschener Firmen, manchem Interessenten willkommen sein.

Sämtliche Fachschulen, Versuchsanstalten, Verbände und Vereine, welche zu der keramischen Industrie in Beziehung stehen, sind in der fünften Abteilung aufgeführt, ebenso die Töpferei-Berufsgenossenschaft.

Im Anschluß hieran ist der Zolltarif, sowie die Fachliteratur zu finden.

Die Ankündigungen aller Art sind nach bewährter Praxis seitenweise mit dem Text abwechselnd geordnet und dadurch recht ersichtlich.

Mit diesem neuen vollständigen Adreßbuch hoffen wir wie bisher, so auch ferner der keramischen Industrie in allen ihren Beziehungen wirksam und fördernd zu dienen, den Industriellen, ihrem Personal von Beamten und Arbeitern, den Vertretern, Händlern und Exporteuren, den Lieferanten aller Art, auch den Behörden und der Statistik.

Coburg, im Juli 1907.

Redaktion des Sprechsaal.

1910 (11. Auflage)

VORWORT

1913 (12. Auflage)

VORWORT

1920 (13. Auflage)

VORWORT

1922 (14. Auflage)

VORWORT

Wir übergeben hiermit nach dem überraschend schnellen Vergreifen der 13. Auflage die wieder bedeutend erweiterte und verbesserte

14. Auflage des Adreßbuches der Keram-Industrie

der Öffentlichkeit. Dieselbe umfaßt ebenfalls die gesamte Keram-Industrie, und nur die reinen Ziegeleien blieben, ihrer mehr lokalen Bedeutung halber, auch diesmal unberücksichtigt.

Für die Übersichtlichkeit und schnelle Auffindung wurde die bewährte räumliche Anordnung in zehn Abteilungen beibehalten und äußerlich durch die roten Zwischenblätter und Einkerbungen leicht kenntlich gemacht. Einzelne Abschnitte des Adreßbuches sind auch diesmal wieder auf verschiedenfarbiges Papier gedruckt, wodurch das Aufsuchen der gewünschten Firmen und Orte sehr erleichtert ist. Die durch die politische Umwälzung hervorgerufene Neubildung der Staaten in Deutschland und dem ehemaligen Oesterreich-Ungarn fand, soweit dies noch möglich und bekannt war, innerhalb der einzelnen Abteilungen Berücksichtigung, doch wurden des leichteren Verständnisses wegen noch die alten Provinzbezeichnungen mit angeführt.

Die einzelnen Abteilungen gliedern sich nunmehr wie folgt: Deutschland, Elsaß-Lothringen, Luxemburg, Deutsch-Oesterreich, Italienisches Besetzungsgebiet, Danzig und Polen, Tschechoslowakien, Ungarn, Jugoslawien und Rumänien. Neu hinzugekommen sind die Firmen in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland.

Neben der Ausdehnung des Inhaltes auf die gesamte Keram-Industrie ist noch die gesonderte Aufführung der Fabrikmarken - etwa 1000 Stück - von praktischer Bedeutung.

Die Ankündigungen von keramischen Erzeugnissen wurden zwischen den redaktionellen Angaben der betreffenden Firmen in den jeweiligen Abteilungen eingeschaltet, während die übrigen geschäftlichen Empfehlungen, branchenweise gruppiert, und das Bezugsquellen-Verzeichnis, auf farbiges Papier gedruckt, wieder an den Schluß des Buches gesetzt wurden.

Mit diesem neuen, vervollständigten Adreßbuch hoffen wir, wie seither, der gesamten Keram-Industrie und allen ihren Angehörigen zu dienen, dann nicht minder Händlern und Exporteuren, Lieferanten aller Art, sowie den Behörden und der Statistik.

Nach Herausgabe des Adreßbuches werden neu entstehende Firmen der Keram-Industrie, Veränderungen hinsichtlich der Inhaber- und Prokura-Angaben in unserer Zeitschrift „Sprechsaal“ veröffentlicht, deren regelmäßiger Bezug allen Interessenten empfohlen sei.

COBURG, im März 1922.

Redaktion des Sprechsaal

Zeitschrift für die Keramischen, Glas- und verwandten Industrien.

1925 (15. Auflage)

VORWORT

1927 (16. Auflage)

VORWORT

Wir übergeben hiermit nach zwei Jahre die wieder bedeutend erweiterte und verbesserte

16. Auflage des Adreßbuches der Keram-Industrie

der Oeffentlichkeit. Dieselbe umfaßt wie bisher die gesamte Keram-Industrie, und nur die reinen Ziegeleien blieben, ihrer mehr lokalen Bedeutung halber, auch diesmal unberücksichtigt.

Für die Uebersichtlichkeit und schnelle Auffindung wurde die bewährte räumliche Anordnung in zehn Abteilungen beibehalten und äußerlich durch die roten Zwischenblätter und Einkerbungen leicht kenntlichgemacht. Einzelne Abschnitte des Adreßbuches sind wieder auf verschiedenfarbiges Papier gedruckt, wodurch das Aufsuchen der gewünschtem Firmen und Orte sehr erleichtert ist. Neu hinzugekommen sind die bedeutenderen Firmen in Belgien, Griechenland, Italien und Spanien. Mehr als 250 Markenabbildungen wurden neu aufgenommen; der Umfang des Fabrikmarken-Registers hat sich damit auf rund 1500 Stück erweitert.

Die Ankündigungen von keramischen Erzeugnissen wurden zwischen den redaktionellen Angaben der betreffenden Firmen in den jeweiligen Abteilungen eingeschaltet, während die übrigen geschäftlichen Empfehlungen, branchenweise gruppiert, und das Bezugsquellen-Verzeichnis, auf farbiges Papier gedruckt, wieder an den Schluß des Buches gesetzt wurden.

Mit diesem neuen, vervollständigten Adreßbuch hoffen wir, wie seither, der gesamten Keram-Industrie und allen ihren Angehörigen zu dienen, dann nicht minder Händlern und Exporteuren, Lieferanten aller Art, sowie den Behörden und der Statistik.

Nach Herausgabe des Adreßbuches werden neu entstehende Firmen der Keram-Industrie, Veränderungen hinsichtlich der Inhaber-Angaben in unserer Zeitschrift „Sprechsaal“ veröffentlicht, deren regelmäßiger Bezug allen Interessenten empfohlen sei.

COBURG, im Mai 1927.

Redaktion des Sprechsaal

Zeitschrift für die Keramischen, Glas- und verwandten Industrien.

1930 (17. Auflage)

VORWORT

Wir übergeben hiermit die wieder bedeutend erweiterte und verbesserte

17. Auflage des Adreßbuches der Keram-Industrie

der Oeffentlichkeit. Dieselbe umfaßt wie bisher die gesamte Keram-Industrie, und nur die reinen Ziegeleien blieben, ihrer mehr lokalen Bedeutung halber, auch diesmal unberücksichtigt.

Für die Uebersichtlichkeit und schnelle Auffindung wurde die bewährte räumliche Anordnung in zehn Abteilungen beibehalten und äußerlich wieder durch die roten Zwischenblätter und Einkerbungen kenntlich gemacht. Einzelne Abschnitte des Adreßbuches sind wieder auf verschiedenfarbiges Papier gedruckt, wodurch das Aufsuchen der gewünschten Firmen und Orte sehr erleichtert ist. Neben der Aufnahme vieler neuer Firmen des In- und Auslandes wurde der Inhalt dieser Auflage durch die erstmalige Berücksichtigung der Länder: Frankreich sowie Großbritannien und Irland erheblich erweitert. Sollten in diesem Teil trotz größter Sorgfalt noch Lücken vorhanden sein, so bitten wir dies auf die erschwerte Materialbeschaffung zurückzuführen, deren Schwierigkeiten erst in jahrelanger Arbeit und unter eifriger Mitarbeit aller Interessenten überwunden werden können.

Die bereits in unserem Adreßbuch der Glasindustrie bewährte Kenntlichmachung der handelsgerichtlich eingetragenen Firmen durch ein Kreuz (+). haben wir auch für die vorliegende Auflage des Keramadreßbuches übernommen. Leider konnte diese Kennzeichnung nicht bei allen Firmen vorgenommen werden, da einerseits bei den Firmen des Auslandes die handelsgerichtliche Eintragung schwer festzustellen, andererseits die Ausfüllung des Fragebogens manchmal recht mangelhaft war.

Eine weitere Verbesserung glauben wir dadurch gebracht zu haben, daß wir dem bisherigen Fabrikmarkenregister ein nach optischen Gesichtspunkten geordnetes folgen ließen, um dem Benutzer, der die Marke, aber nicht die Firma kennt, das Auffinden zu erleichtern. Der bisher beigefügte „Anhang zum Fabrikmarkenregister“ mit den Marken inzwischen erloschener Firmen ist diesmal nicht mehr aufgenommen worden und wird, nach optischen Gesichtspunkten geordnet, gesondert herausgegeben werden.

Die Ankündigungen von keramischen Erzeugnissen wurden zwischen den redaktionellen Angaben der betreffenden Firmen in den jeweiligen Abteilungen eingeschaltet, während die übrigen geschäftlichen Empfehlungen, branchenweise gruppiert, und das Bezugsquellen-Verzeichnis, auf farbiges Papier gedruckt, wieder an den Schluß des Buches gesetzt wurden.

Mit diesem neuen, vervollständigten Adreßbuch hoffen wir, wie seither der gesamten Keram-Industrie und allen ihren Angehörigen zu dienen, dann nicht minder Händlern und Exporteuren, Lieferanten aller Art, sowie den Behörden und der Statistik.

Nach Herausgabe des Adreßbuches werden neu entstehende Firmen der Keram-Industrie und Veränderungen hinsichtlich der Inhaber-Angaben in unserer Zeitschrift „Sprechsaal“ veröffentlicht, deren regelmäßiger Bezug allen Interessenten empfohlen sei.

COBURG, im Dezember 1929.

Die Herausgeber.

1932 (18. Auflage)

VORWORT

Durch die Wirtschaftskrise, die auch in die Keram-Industrie während der letzten Jahre bedeutende Lücken gerissen hat, machte sich eine Neubearbeitung des Anschriftenmaterials notwendig. Und trotzdem erscheint die hiermit vorliegende 18. Auflage des Adreßbuches der Keram-Industrie wieder bedeutend erweitert. Die Gliederung des Stoffes ist die gleiche geblieben wie in den früheren Auflagen. Der Inhalt wurde durch Neuaufnahme von Litauen, Portugal, Türkei und der Sowjet-Union, sowie durch Erweiterung des Adressenmaterials der übrigen Länder, insbesondere Frankreichs, Englands und Italiens, erheblich vermehrt. Infolge der Nichtbeantwortung der Fragebogen durch die russischen Betriebe mußten wir die Angaben der Vollständigkeit halber dem Adreßbuch der russischen Industrie (Moskwa 1931) entnehmen. Den amtlichen Stellen, Verbänden und Vereinigungen, die uns so bereitwillig ihre Unterstützung zuteil werden ließen, sprechen, wir an dieser Stelle unseren Dank aus.

Nach Erscheinen des Adreßbuches werden neu entstehende Firmen der Keram-Industrie und Veränderungen in unserer Zeitschrift „Sprechsaal“ für Keramik, Glas, Email veröffentlicht, deren Bezug allen Interessenten empfohlen sei.

Wir hoffen auch mit der Neuauflage allen Interessenten ein Nachschlagewerk in die Hand zu geben, das allen Anforderungen entspricht.

Coburg, Juli 1932.

Verlag des Sprechsaal, Müller & Schmidt

1934 (19. Auflage)

VORWORT

Die vorliegende 19. Auflage des Adreßbuches der Keram-Industrie bringt in bewährter Anordnung das Adressenmaterial in seiner neuesten Gestalt. Neu aufgenommen wurden die Anschriften von Estland in den einzelnen Abteilungen; stark erweitert wurde das Anschriftenmaterial der niederländischen Keramindustrie.

Wir haben bei dieser Auflage auch die Änderungen der Fernsprechnummern, die durch die Einführung des Selbstanschlusses hervorgerufen wurden, einer sorgfältigen Prüfung unterzogen; ebenso haben wir in dem Kapitel „Verbände, Vereinigungen usw.“ die erfolgten wirtschaftlichen Veränderungen berücksichtigt (ein großer Teil der Verbände wurde infolge der wirtschaftlichen Neugestaltung in Deutschland aufgehoben bzw. neu geordnet).

Den amtlichen Stellen, Verbänden und Vereinigungen, die uns so bereitwillig ihre Unterstützung zuteil werden ließen, sprechen wir an dieser Stelle unseren Dank aus.

Nach Herausgabe des Adreßbuches werden neu entstehende Firmen der Keramindustrie, Veränderungen hinsichtlich der Inhaber-Angaben in unserer Zeitschrift „Sprechsaal für Keramik, Glas, Email“ veröffentlicht, deren regelmäßiger Bezug allen Interessenten empfohlen sei.

Wir hoffen, daß die Neuauflage wie ihre Vorgänger der Wirtschaft ein unentbehrliches Nachschlagewerk sein wird.

Coburg, im Juni 1934.

Verlag des Sprechsaal, Müller & Schmidt

1937 (20. Auflage)

VORWORT

Wenn wir uns nunmehr zu der Herausgabe der 20. Auflage des Adreßbuches der Keram-Industrie entschlossen haben, so waren hierfür besonders zwei Gründe maßgebend. Einmal ist durch die allgemeine wirtschaftliche Lage, die den Absatz keramischer Erzeugnisse im Inland sehr erschwerte, sowie durch die Zollmauern der für unsere Industrien in Frage kommenden Exportländer, ferner durch die Schwierigkeiten des Zahlungsverkehrs und nicht zuletzt durch den Aufbau eigener keramischer Industrien in den Fremdländern ein Ausscheidungsprozeß vor sich gegangen, der sehr viele Firmen unserer Branchen dem Ansturm dieser Faktoren zum Opfer fallen ließ. Andererseits sind die Erscheinungsformen einer großen Anzahl von Erwerbsgesellschaften infolge des Gesetzes zur Umwandlung von Kapitalgesellschaften einer Änderung unterzogen worden, so daß viele A.-G. und G. m. b. H. in Kdt.-Ges. oder o. H.-G. und Einzelfirmen umgeändert wurden. Auch bei den Verbänden ergaben sich große Veränderungen, da infolge der Neuordnung der deutschen Wirtschaft durch den Nationalsozialistischen Staat die Wirtschaftsgruppen, Fachgruppen usw. die Führung der gewerblichen Wirtschaft und Industrie übernahmen.

Außerdem war für die Herausgabe der Neuauflage bestimmend: die Mithilfe unserer Industrien an der Durchführung des Vierjahresplanes. Die Neuausgabe zeigt, wie viele Erzeugnisse aus Devisen kostenden Rohstoffen durch Waren aus den heimischen Rohstoffen unserer keramischen Industrien ersetzt werden können. Wir erinnern dabei nur an den Ersatz von Metallrohrleitungen durch die hygienischen und gefälligen Leitungen aus Porzellan und Glas, wir erinnern an die unglaublich vielfältigen Erzeugnisse der Steinzeug-Industrie für das chemische Apparatewesen usw., wie sie nie durch die Kunstpreßstoff-Industrie oder andere Zweige hergestellt werden können.

Da das Adreßbuch der Keram-Industrie die Entwicklung der Keram-Industrie in den letzten 50 Jahren widerspiegelt, erscheint es angebracht, einen kleinen Rückblick auf die vorangegangenen Auflagen zu werfen. Viele Benützer unseres Adreßbuches werden langjährige Freunde dieses wertvollen Nachschlagewerkes sein und sich vielleicht erinnern können, wie im Lauf der Jahre das Adreßbuch an Inhalt und Umfang zugenommen und sich im Aufbau wesentlich verbessert hat.

Im Jahre 1885 erschien, auf Veranlassung und unter Mithilfe des „Verbandes keramischer Gewerke in Deutschland“ die 1. Auflage, welche die Anschriften der „Porzellan-, Steingut-, Fayence-, Siderolith-, Majolika-Fabriken sowie die des feinen Steinzeugs in Deutschland und Österreich-Ungarn“ umfaßt.

Bereits die 2. Auflage, vier Jahre später, umfaßt mit Ausnahme der Ziegeleien das Gebiet der gesamten keramischen Industrie oben genannter Länder und nimmt neu hinzu: Anschriften der Fachschulen, Versuchsanstalten, Verbande und Vereine der Keram-Industrie. Ganz einzigartig ist die Aufführung der keramischen Fabrikmarken und von um so größerer Bedeutung, weil um diese Zeit, 1887 weder ein amtliches Zeichen-Register erschienen, noch die Marken in irgend einem anderen Nachschlagewerk zusammengestellt waren. Bis Zur 11. Auflage 1910 bleiben Inhalt und Aufbau, d.h. Anordnung des redaktionellen Tells nach alphabetischer Firmenaufführung die gleichen, bereichert nur durch die Anschriften der Porzellanmalereien in Deutschland und Österreich seit der 9. Auflage.

Die 12. Auflage 1913, ein Jahr vor dem Weltkrieg, ist richtunggebend für die kommenden Auflagen. Der Aufbau ist im wesentlichen der gleiche wie bei unserem gegenwärtigen Adreßbuch: Einteilung des redaktionellen Teiles nach Orten, Aufteilung der Firmen in sieben Abteilungen, Registrierung der Firmen nach Firmen-, Orts- und Provinzregistern. Erstmalig wird auch das Kapitel „Vertreter der Keram-Industrie“ aufgenommen. Neu ist hier auch die Einführung der laufenden Firmennummer, welche einfachste und genaueste Registrierung ermöglicht.

Nach einem durch den Weltkrieg hervorgerufenen Zwischenraum von 7 Jahren erscheint die 13. Auflage 1920. Die durch die politische Umwälzung hervorgerufene Neubildung der Staaten in Deutschland und dem ehemaligen Österreich-Ungarn findet Berücksichtigung: Die einzelnen Abteilungen gliedern sich in Deutschland, Elsaß-Lothringen, Luxemburg, Deutsch-Österreich, Danzig, Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Jugoslawien und Rumänien.

Die wieder einsetzenden Beziehungen zu den anderen Staaten bedingen Aufnahme des Anschriftenmaterials der übrigen Länder. So kommen im Lauf der nächsten Auflagen Anschriften der keramischen Industrie folgender Länder hinzu:

14. Auflage 1922: Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland;
15.       „      1925: Bulgarien, Holland, Lettland, Schweiz;
16.       „      1927: Belgien, Griechenland, Italien, Spanien;
17.       „      1930: Frankreich, Großbritannien, Irland;
18.       „      1932: Litauen, Portugal, Türkei, Sowjet-Union;
19.       „      1934: Estland.

In diesen letztgenannten Auflagen weist die 17. Auflage eine Neuerung auf. Die bisher nur in Reihenfolge der Firmen aufgeführten Fabrikmarken werden außerdem nach optischen Gesichtspunkten geordnet (d. h. Zusammenstellung nach Bildern wie „Wappen“, „Kronen“ usw.), um so demjenigen, der nur die Marke aber nicht die Firma kennt, das Aufsuchen zu erleichtern. Diese bewährte Anordnung haben wir bis heute beibehalten, wie auch im großen und ganzen in der 20. Auflage Inhalt und Form, abgesehen von der Bereinigung der erloschenen oder in Konkurs geratenen Firmen sowie Hinzufügung der neugegründeten Firmen, beibehalten wurden.

Leider mußten wir das Anschriftenmaterial der spanischen Keram-Industrie diesmal beiseite lassen, da infolge des spanischen Bürgerkrieges der Bestand der Mehrzahl der Werke in Frage gestellt ist und ein zuverlässiger Aufschluß erst nach Beilegung der Wirren zu erhalten sein wird.

Für die bereitwillige Unterstützung, die wir bei Bearbeitung dieses Materials von seiten der Behörden erfuhren, sagen wir an dieser Stelle unseren besten Dank. Ebenso sprechen wir den Stellen, die uns bei der Beschaffung des ausländischen Adressenmaterials behilflich waren oder die vorhandenen Anschriften der betreffenden Länder einer Durchsicht und Prüfung unterzogen - insbesondere den deutschen Handelskammern in Österreich, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Niederlande, Rumänien, Schweden, Schweiz, Ungarn - unseren verbindlichsten Dank aus.

Nach Erscheinen des Adreßbuches werden neu entstehende Firmen der Keramindustrie und Veränderungen in unserer Zeitschrift „Sprechsaal“ für Keramik, Glas, Email, veröffentlicht, deren Bezug allen Interessenten empfohlen sei.

Wir hoffen, auch mit der 20. Auflage allen Benutzern ein Nachschlagewerk in die Hand zu geben, das allen Anforderungen entspricht.

Coburg, im Juni 1937.

Verlag des Sprechsaal, Müller & Schmidt.

1941 (21. Auflage)

VORWORT

Die 21. Ausgabe des Adreßbuches der Keram-Industrie erfolgt in einer Zeit, die in jeder Hinsicht als außergewöhnlich bezeichnet werden muß. Hatten schon die Jahre vorher in der Zuspitzung der wirtschaftlichen und politischen Lage zu gewissen Richtlinien geführt, die einschneidende Wirkung auf die Industrie sowohl vom Standpunkt der Rohstoffauswahl und der Rohstoffbeschränkung ausübten, so findet das Jahr 1941 die dort noch zum Teil als Problem auftretenden Herstellungsfragen hier inzwischen als zwingende Notwendigkeit. Sie ist bedingt durch die seit Jahren vorauszusehenden Folgen der Hetze gegen das Deutsche Reich, die sich allmählich auszulösen begannen.

Das deutsche Volk befindet sich heute in einem Kampf, der sich grundsätzlich von früheren Kriegen unterscheidet. Die wirtschaftliche Verflechtung und die Entwicklung der Technik in ihrer ungeheueren Vielfältigkeit werfen notwendigerweise ihre Schatten in stärkstem Maße auch auf das wirtschaftliche Leben und verlangen von dem im Krieg befindlichen Staaten die restlose Umstellung auf die hierfür erforderlichen Belange; sie zwingen dem verantwortungsbewußt geführten Staat als Grundlage des Sieges einen sog. totalen Krieg auf. Das Deutsche Reich ist heute mit seinem Führer an der Spitze angetreten zum Entscheidungskampf gegen den Weltwirtschaftsanspruch Englands. Unsere Heere stehen rings um Deutschland, zum Teil tief in besetzten Gebieten. Das auf die Führung des Krieges restlos eingestellte Volk in der Heimat ist ein geschlossenes Ganzes, das durch diese totale Einstellung zu Leistungen befähigt ist, wie sie dieser Krieg verlangt, die aber trotzdem in ihrer Vielfältigkeit und in der Güte der erzeugten Waren wahrhaft erstaunlich sind und das Höchstmögliche erreichen.

Die keramische Industrie hat an diesem inneren Kampf um Deutschlands wirtschaftliche Freiheit einen großen Anteil. Eine Vielzahl von Produktionen, die früher mit devisenbelasteten Materialien geschaffen wurden, werden heute abgelöst durch Teile keramischer Art, wobei sich, wie schon so oft im Laufe der vergangenen Jahre, herausgestellt hat, daß es sich bei diesen fälschlich oft so genannten „Ersatzstoffen“ um Erzeugnisse von wesentlich besseren Eigenschaften als die ursprünglichen handelt und damit der Zwang des Ersatzes zum Segen einer verbesserten Qualität wird.

Gerade Deutschland ist, wie kaum ein anderes Land in Europa, in der Lage, im Rahmen seiner führenden Aufgabe im europäischen Raum durch die reichen, so gut wie lückenlos vorhandenen Rohstofflagerstätten für die keramische Industrie, diese in den Vordergrund gegenüber den übrigen Ländern stellen zu können. Zur Stärkung unserer Devisenwirtschaft wird die Belieferung an ausländische Verbraucher - ähnlich wie bei der Kohle - ein wichtiges Instrument unserer Wirtschaft bleiben. Wir können hier die Fortschritte, die auf dem Gebiet der Aufbereitung und Nutzbarmachung unserer Rohstoffe geschehen sind, übergehen und wollen uns lediglich mit den daraus gefertigten Erzeugnissen beschäftigen.

Die keramische Industrie war stets bestrebt, sich den Bedürfnissen ihrer Abnehmer anzugleichen, ihr neue Werkstoffe zu erarbeiten oder deren Beschaffenheit den geforderten neuen Eigenschaften anzupassen und zu verbessern. So sind die Betriebe der chemischen Großindustrie mit ihren Apparaten auf das Engste mit der keramischen Industrie verbunden. Mit Rücksicht auf die Metalleinsparung und im Hinblick auf eine wesentliche Verbesserung des Arbeitsvorganges und der Produkte hat die chemische Industrie sich schon lange daran gewöhnt, so weit wie möglich Steinzeug und Porzellan in ihren Betrieben zu verwenden. So z. B. werden vorwiegend Pumpen, Säurebehälter, Mühlen und Rohrleitungen mit Vorliebe aus Porzellan gefertigt. Eine weitgehende Anpassung an die Stoffeigenschaften der dadurch ersetzten metallischen Werkstoffe hat hier Erfolge der völligen Korrosionsbeständigkeit, durch die absolute Form und Glätte der Oberfläche zu einer vollkommen befriedigenden Lösung geführt, Gerade der Sauberkeitserfolg der letztgenannten Eigenschaften ist der, der die Nahrungsmittelindustrie, Molkereien und ähnliche Betriebe zur weitgehenden Einführung keramischer Apparate bewogen hat. Da das Porzellan frei ist von jedem Geschmack oder Geruch auf das oft empfindliche Behandlungsgut, wie es z. B. Milch ist, werden daher auch mit Vorliebe Rohre und Mischbehälter und Leitungen aus Porzellan gewählt, wobei irgendwelche Abnützung, womit die Nahrungsmittel verunreinigt werden könnten, nicht in Frage kommt und das Material durch seine glatte Oberfläche ein Festsetzen von Resten und damit die Bakterienbildung infolge der leichten Reinigungsmöglichkeit unmöglich macht.

ln diesen Berufszweigen ist auch die Wandplattenindustrie mit ihren keramischen Fliesen nicht wegzudenken. Das leichte Abwaschen der damit bekleideten Wände und Böden ist die Vorbedingung zu der Sauberkeit, die für die Erzeugung von Nahrungsmitteln eine absolute Voraussetzung bedeutet.

Hinsichtlich der mechanischen Beanspruchung auf Zug und Druck, sowie Wechsellast stellt die Keramik Werkstoffe zur Verfügung, die zum Teil unübertrefflich sind. So ist man im Laufe der Zeit dazu übergegangen, fast alle Funktürme und -sender auf Porzellan zu stellen, das allen mechanischen Beanspruchungen in ausreichender Weise widersteht und außerdem noch eine vorzügliche Isolation gewährleistet. Auch auf dem Gebiet der Hochspannungsisolation haben Sondererzeugnisse aus Porzellan- und Steatitmassen schon lange ihre Verwendung bewiesen, während ebenso in der Niederspannung für die Fabrikation von Wärmeplatten, Warmwasserspeichern, Kochgeschirren, Bügeleisen u. dgl. m. keramísches Material mehr und mehr angefordert wurde. Sogar für Kabelleitungen werden neuerdings Porzellanrohre zur feuchtigkeitssicheren Führung der Drähte mit ein oder mehreren Bohrungen verwendet. In diesem Gebiet darf auch die Radio-Industrie nicht vergessen werden, wo unter Beachtung der besonderen Beanspruchungen hochwertige Sondererzeugnisse alle Forderungen vollkommen erledigt haben.

ln die Textil-Industrie ist die Keramik ebenfalls noch weit mehr als vordem eingedrungen, indem Fadenführer, Spulen, Gewebespanner und sogar Düsenplättchen, die bisher aus Edelmetallen hergestellt wurden, aus keramischen Werkstoffen verfertigt werden. Eine wesentliche Steigerung der Verwendung keramischen Materials wird durch die Übernahme von Bearbeitungsmethoden, wie sie die Metall-Industrie verwendet, gegeben. So kann man heute keramisches Material schleifen, bohren, mit galvanischen Überzügen versehen, mit Glas und Metall verschmelzen und dadurch eine neue Art der Verformung bewerkstelligen. Weiter sind im Lauf der Jahre Behälter und Apparate aller Art, wie Kessel, Pumpen, Zentrifugen, Hähne, Ventile, Siebkörbe, Röhren usw. usw. aus keramischem Material, zum Teil in Verbindung mit Metall, verfertigt worden.

Aus dieser kleinen Übersicht ist schon zu ersehen, in welch großem Maße die Keramik in die Industrie eingefunden hat und welche Bedeutung der keramische Werkstoff in unserem Leben spielt. Zum Schluß soll noch auf ein Gebiet verwiesen werden, in das die Keramik seit jeher eingeführt war, die Baustoff-Industrie. Abgesehen von dem naturgegebenen Werkstoff des Ziegelsteines, hat die Keramik auch hier ihr Gebiet noch erweitert durch die Verwendung in sanitärer Hinsicht und im Haushalt. An Stelle der eisernen Spülkästen sind heute weitgehend Spülkästen aus Steingut einschließlich fast aller Anbauteile, wie Schwimmer, Glocken usw., getreten. Wannen, Waschbecken, Brausen, Papierhalter, Seifenschalen usw. aus Steingut sind heute ein gewohntes Bild. Abwasserleitungen, für die eine leichte Reinigung besonders wichtig ist, werden ebenfalls aus keramischem Material verfertigt. Auch für Druckwasserleitungen, für Warm- und Kaltwasser ist eine umfangreiche Verwendung gegeben. Die Hartporzellanröhren dafür sind praktisch jedem auftretenden Druck gewachsen und tragen auch hier zur Metalleinsparung bei. In diesem Sinn ist besonders wichtig die Möglichkeit, auch Heizkörper aus keramischem Material herzustellen, wobei nicht nur das altbewährte des Kachelofens als traditionelles keramisches Erzeugnis gedacht sein soll, sondern wobei in erster Linie die Herstellung der großen eisernen oder Stahlblech-Radiatoren aus solchen von Porzellan gemeint ist. Bei dem gigantischen Plan der jüngst erlassenen Bauordnung wird gerade hier eine kaum abzuschätzende Ersparnis in Metall möglich sein.

Aus dieser kurzen Aufstellung möge am ersten ersichtlich sein, welch große Bedeutung die Keram-Industrie gerade heute besitzt, in welch vielfältiger Weise sie bereits zum Nutzen der deutschen Wirtschaft eingetreten ist und welche außerordentliche Größe und dankenswerte Aufgaben ihrer noch harren. Der geschlossene Einsatz des deutschen Volkes und die Zielsetzung werden auch hier zum Erfolg führen und der keramischen Industrie eine arbeits- und hoffnungsfrohe Zukunft sichern.

Coburg, im Juni 1941.

Verlag des Sprechsaal, Müller & Schmidt

1949 (22. Auflage)

VORWORT

1955 (23. Auflage)

VORWORT

Mit vorliegendem völlig neubearbeiteten Werk übergeben wir allen fachlich interessierten Kreisen die 23. Auflage des seit 1883 in unserem Verlag erscheinenden

ADRESSBUCH DER KERAM-INDUSTRIE

welches sich im Inhalt und Umfang an seine bewährten Vorgänger anleht. Einem soch seit langem bestehenden Bedürfnis früherer Adreßbuchbezieher Rechnung tragend, haben wir wie in den vergangenen Ausgaben die Anschriften der keramischen Firmen des europäsichen Auslands aufgenommen, wobei das Adressenmaterial der keramischen Industrie Spaniens neu hinzugekommen ist. Diese nach amtlichen spanischen Unterlagen zusammengestellt Liste der dort ansässigen Industrie, die sich auf eine Unzahl von kleinen Betrieben verteilt, erhält leider nur die reine Firmenanschrift und Branchenbezeichnung. Die verzögerte Übermittlung erlaubte uns zudem nicht, die Eingruppierung der Firmen in die bestehenden 7 Abteilungen in der richtigen Weise vorzunehmen, da ein Teil des Buches schon gedruckt war. So mußte der Hauptteil der spanischen Firmen in der Abteilung IV untergebracht werden. Doch hoffen wir mit der Übermittlung des spanischen Adressenmaterials dem Buchbenutzern zunächst ein Hilfsmittel zur Anknüpfung neuer Geschäftsverbindugen an Hand gegen zu haben.

Einen weiteren Ausbau erhielt das Fabrikate-Verzeichnis. Jahrzehntelange Erfahrungen auf dem Gebiet des Adreßbuchwesens und Auskunftdienstes haben uns gezeigt, daß ein Bezugsquellen-Nachweis nicht erschöpfend Auskunft geben kann, wenn unter den Erzeugnissen nur bezahlte Firmeneinträge stehen. Hier wird verständlicherweise je nach Werbefreudigkeit der inserierenden Firmen nur ein Ausschnitt aus dem umfangreichen Lieferprogramm gezeigt, wobei Sammelbegriffe wie „Porzellane aller Art“ oder „Hartsteingut“ nicht sehr aufschlußreich sind. Der Verlag hat daher den Wünschen der Adreßbuchbenützer entgegenkommend, die in älteren Auflagen verwendete Registrierung mit Zahlen wieder eingeführt. Durch diese kostenlose Hinzhunahme aller im redaktionellen Teil aufgeführten Spezialerzeugnisse mittels Zahlenhinweis, vervollkommnet durch die Unterlagen der Sprechsaal-Auskunftskartei, ist ein umfangreicher Bezugsquellen-Nachweis entstanden. Er umfaßt über 1600 Stichworte, unter denen fast 1500 Firmen mit voller Firmenanschrift und viele Zahlenhinweise aufgeführt sind, und dürft damit den Ansprüchen des Suchenden genügen. Soweit noch Lücken enthalten sind, ist der Sprechsaal-Auskunftsdienst gern bereit nach Möglichekit Bezugsquellen bekanntzugeben.

An dieser Stelle sei auf die meist unterschätzten Schwierigkeiten der Bearbeitung eines solchen Werkes hingewiesen, das dem Benützer ja über die Adresse hinaus Aufschluß geben will über Fabrikationsprogramm, Arbeiterzahl, Ofen- und Maschinenkapazität. In Verkennung des für sie zu gewinnenden Vorteils, in einem solchen Standwerk neben vielen aufgeführten Mitbewerbern zu stehen und überbeansprucht durch Beantworutng zahlreicher an sie gerichteter Fragen von seiten eines der Vorkriegszeit an Umfang zugenommenen Adreßbuchgewerbes, greift bei den in betracht kommenden Firmen eine gewisse Nachlässigkeit um sich, die das Zusammenstellen der benötigten Unterlagen außerordentlich erschwert, ja sogar die Herausgabe des Werkes verzögert. Hier muß bei künftigen Auflagen zugunsten der an einer raschen Hausgabe interessierten Geschäftswelt eine eindrucksvolle Mitarbeit der aufzunehmenden Firmen einsetzen.

Mit der Bitte an alle Fachinteressenten und Dank an diejenigen Stellen, die uns bei der Herausbabe des Adreßbuches unterstützen, wünschen wir dem Werk eine gleiche freundliche Aufnahme wie seinen Vorläufern.

Coburg, im Feburar 1955

Verlag des »Sprechsaal«

Müller & Schmidt

1959 (24. Auflage)

VORWORT

1964 (25. Auflage)

VORWORT

1971 (26. Auflage)

VORWORT

© 2010