Hintergrund • Porzellanmarken • RPM | R.P.M.

Derzeitiger Stand

R.P.M findet sich in verschiedenen Schreibvarianten, als Druckbuchstaben oder kalligraphiert, ohne und mit Punkte. Meist finden sich noch weitere Angaben wie Worte oder Jahreszahl oder Symbole über oder unter der Abkürzung.
Wenn derzeit auch nicht lexikalisch berücksichtigt, existiert auch von der Eisenberger Porzellanfabrik »Reinecke« RPM-gemarktes Porzellan.
Dass RPM als Abkürzung für die Meissener Porzellanmanufaktur steht - Royal Porcelain Manufactury - ist ein sprachliches Missverständnis, da ein Bedarf an einer entsprechenden Abkürzung einfach nicht bestand.
Zeitraum Firmennamen Inhaber Firmenzweck Ort
1866 - 1960 Porzellanfabrik Reinecke Friedrich August Reinecke
und Nachfolger
Porzellanfabrik mit eig. Malerei
Zwiebelmuster, Indisch Blau
Eisenberg
(Sachsen-Altenburg /
später Eisenberg)
   
Nachgewiesen ist diese Porzellanmarke auf Geschirr mit gestempelten Zwiebelmusterdekor blau unter der Glasur und gestempelt. In der Markenliteratur findet sich diese Marke bislang nicht. Verwendungszeit könnte das 130ste Jubiläumsjahr, 1926, gewesen sein. Allerdings könnte fälschlicherweise auch K.P.M. gelesen werden.
unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt
   
Die Marke erinnert etwas an die eisenberger MPM-Marke.
1887 - 1933 Rheinische Porzellanfabrik Mannheim verschiedene Hotel-, Kaffee-, Tafelgeschirre Mannheim
   Derzeit kein Bild verfügbar.
Siehe: de.wikipedia.org: Rheinische Porzellanfabrik Mannheim Bitte beachten: Keine Haftung für Inhalte fremder Internetseiten
seit 1869 - ? unbekannt Rob. Persch unbekannt Mildeneichen und Raspenau
   Derzeit kein Bild verfügbar.
Siehe: Erich Fischer (1984), Porzellan und Steingut aus Böhmen und Mähren, 2. Auflage.
Seite 24, Marke Nr. 132 und Seite 25: „(Marke) eingestochen: Hegewald bei Friedland (seit 1850), Rob. Persch in Mildeneichen und Raspenau seit 1869“.
Friedland, Raspenau, Mildeneichen Bitte beachten: Keine Haftung für Inhalte fremder Internetseiten.
unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt
   Derzeit kein Bild verfügbar. Über den Buchstaben RPM befindet sich ein Adler mit gespreizten Flügeln.
Siehe: www.porcelainmarksandmore.com: Fake & Repro Marks: RPM (Germany) Bitte beachten: Keine Haftung für Inhalte fremder Internetseiten
Die Firma ist nicht bekannt, möglicherweise handelt es sich um eine »Kunstmarke«

Fazit

Die Abgrenzung der Eisenberger Porzellanmarke von der Porzellanfabrik Reinecke, anno 1796, sollte nicht schwer sein. Die Sicherstellung der Herkunft der 2. Markung oben, R.P.M. in Form von Druckbuchstaben, steht noch aus.

Dekorationsbeispiele


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