Porzellanfabrik Wilhelm Jäger in Eisenberg/Thüringen • alle bekannten Porzellanmarken

Ziel dieser Seite ist die Darstellung aller Porzellanmarken der Fabrik Wilhelm Jäger (Eisenberg/Thüringen).

Mit der Firmenübernahme durch Herrn Wilhelm Jäger am 28.07.1911 von Herrn Eduard Mühlenfeld wechselte die am 3. Februar 1870 von den Herrn Ludwig Mehlhorn und Eduard Julius Jäger gegründete Porzellanfabrik zum dritten Mal den Besitzer. Seit dieser Zeit findet sich ungefär alle 10 Jahre eine neue bzw. geänderte Porzellanmarke, teils mit einer Vielzahl von Varianten. Jäger stempelte überwiegend den Firmennamen, meist in Schreibschrift, aber auch abgekürzt.
Hergestellt wurde u.a. Gebrauchsgeschirr, Zierporzellan einschließlich Nippes. Ein bedeutender Dekorationsschwerpunkt von unterglasurblau dekoriertem Porzellan stellt die Fertigung von Zwiebelmuster- und Indischblau-Dekoren dar.
In den 1930er Jahren bis Mitte 1940 stellte Jäger auch Kantinenporzellan (Kantinengeschirr) für den Arbeitsdienst, Reichsarbeitsdienst und die Reichsmarine bzw. die Kriegsmarine sowie die SS (bisher noch kein originales Markenbild gesehen) mit entsprechenden behördlichen Kennzeichen her. Der Behördenzusatz wurde in einem zweiten Arbeitsgang unter den Firmenstempel platziert.
1960 fusionierten die Porzellanfabriken Jäger und Reinecke zu den Vereinigten Porzellanwerken Eisenberg, Fortuna. Die unterglasurblaue Jägermarke für indischblau-dekoriertes Geschirr (Original Blau Saks) wurde der Markentradition folgend hier dargestellt und nicht auf den Seiten von Fortuna oder dem VEB-Nachfolgebetreiber Kahla, den VEB Spezialporzellan Eisenberg.
Für die Zeit zwischen 1945 und 1972 tauchen eine Vielzahl von Marken auf, deren zeitliche Zuordnung bislang nicht recht gelingen will. Sicher ist, dass DDR als Markenbestandteil erst ab ca. 1958 üblich wurde und davor oftmals noch Th(üringen) Markenbestandteil gewesen sein müsste.


Porzellanfabrik Wilhelm Jäger in Eisenberg/Thüringen • alle bekannten Porzellanmarken

VDP 25

Anmerkung(en):
(1) Der Zusatz zur Marke - die Ziffer »25« steht für »Eduard Mühlenfeld / Wilhelm Jäger«. Andere Ziffern stehen jeweils für eine andere Porzellanfabrik!
(2) Die VDP-Marke selbst wurde 1908 in RWZR eingetragen. Sie findet sich vorzugsweise auf Untertassen, Kuchentellern, Brotschalen, Platten u.ä. (Quelle: Adressbuch der Keram-Industrie 1910, Seite 659 f.). Diese Pressmarke wurde von den Mitgliedern der Vereinigung Deutscher Porzellanfabriken zur Hebung der Porzellanindustrie G.m.b.H. bis ca. Mitte 1912 verwendet.
(3) Die obige Abbildung ist nur eine schematische Darstellung, ein Foto fehlt bislang.
 
Marke: Ineinander verschachtelt: Kreis umfasst ein V, welches enthält ein D mit einem P darunter. Unter dem Kreis die Zahl 25
25
Zusatz: -
aufgetragen: reliefiert, eingedrückt in den Porzellankörper
Farbe(n):  
verwendet (vermutlich, maximal): vor 1920
verwendet, wahrscheinlich: 1908-1915
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Krone und JÄGER

Anmerkung(en):
Beispiel: Porzellanbuttons: Marktfest 1934 + 1935
 
Marke: Krone, darunter bogenförmig: JÄGER
Zusatz: -
aufgetragen: reliefiert, erhaben im Porzellankörper
Farbe(n):  
verwendet (vermutlich, maximal): in den 1930er Jahren
verwendet, wahrscheinlich: 1934, 1935
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Schild mit Krone (Wilh. JÄGER)

Anmerkung(en):
(1) Verzeichnet im Reichs-Warenzeichenregister (R.W.Z.R.) mit der Nummer »155 178« am 2. Oktober 1912 und erneuert am 19. Februar 1921.
(2) Die Bilder der Markenvarianten entstammen aus Zeitschriften der Zeit (von links nach rechts): Sprechsaal 1912 Nr. 13 Seite 207, Die Porzellan- und Glashandlung 1913 Nr. 30 Seite 713, Die Porzellan- und Glashandlung 1916 Nr. 1 Seite 6, Die Porzellan- und Glashandlung 1920 Nr. 15 Seite 619.
 
Marke: gekröntes Schild, darin
Wilh.
JÄGER
Zusatz: auch mit: Eisenberg S.Altenbg.
aufgetragen: aufglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1911 bis 1924
verwendet, wahrscheinlich: 1911 bis 1920
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder):

Stehender Löwe mit W und J

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Stehender Löwe (vom Betrachter aus nach links gedreht und blickend)
Buchstaben W und J in den Vorderpranken
Zusatz: -
aufgetragen: aufglasur
Farbe(n): rot, grün
verwendet (vermutlich, maximal): ca. 1918 bis 1930
verwendet, wahrscheinlich: 1920er Jahren?
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Original WEINLAUB German Democratic Republic

Anmerkung(en):
Auf Geschirr mit Weinlaub-/Weinraken-Dekor (auf der Glasur).
 
Marke: Krone
Jäger
Eisenberg
Original
WEINLAUB
Zusatz: -
aufgetragen: aufglasur
Farbe(n): grün
verwendet (vermutlich, maximal): 1976 - 1989
verwendet, wahrscheinlich: 1976 - 1989
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

M.P.M. / MPM [Zuordnung der Varianten nicht 100-prozentig sicher!]

Anmerkung(en):
(1) Diese Marke wurde bereits von der Vorläuferfabrik, von Friedrich Eduard Mühlenfeld verwendet. M.P.M. steht für Mühlenfeld Porzellan-Manufaktur (ab ca. 1882). Die Porzellanfabrik Wilhelm Jäger führte die Tradition der Marke für unterglasurblau dekoriertes Porzellan (Zwiebelmuster, Indisch-Blau, Delft, Vogel-auf-Zweig) bis etwa 1939 weiter.
(2) Die schlankere Schreibweise (rechtes Bild oben) findet sich vor allem auf Geschirr mit teilweiser oder vollständiger Dekorstempelung und weist damit auf die Zeit ab etwa 1925. So findet sich bei entsprechend gemarktem Geschirr mit vollständiger Dekorstempelung an der Basis des Bambushalmes des Spiegelmotives ebenfalls M.P.M. im Halbrund.
(3) In der älteren Markenliteratur wird für diese Marke fälschlicherweise ausschließlich die Porzellanfabrik »E.&A. Müller, Schönwald, Bayern« ausgewiesen. Vgl. sammeln.at - Wer kennt das Motiv und den Hersteller ? Bitte beachten: Keine Haftung für Inhalte fremder Internetseiten. In Adressbüchern der Keramindustrie vor 1910 findet sich für Müller der Hinweis, dass M.P.M. i.d.M.gest. worden war, allerdings bedeutet dies wahrscheinlich in die Masse gestochen; siehe auch: Porzellanmarke • MPM | M.P.M.
(4) Cave: Nicht zu verwechseln mit der handgemalten Meissener Porzellanmarke (M.P.M.) von vor 1731 (siehe: wikipedia.de - Meißener Porzellan - Geschichte des Markenzeichens Bitte beachten: Keine Haftung für Inhalte fremder Internetseiten); Meissen verwendete keinen Markenstempel.
(5) Markennachweis: Seidel, Reinh. (1935), Bücherei der Warenkunde für Einkäufer und Verkäufer, Band 2, Porzellan, Seite 116. .
 
Marke: M P M (Druckbuchstaben mit und ohne Punkte)
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): frühestens 1882 bis spätestens 1940
verwendet, wahrscheinlich: 1882 bis 1939
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder):

Jäger mit einem E darunter

Anmerkung(en):
Indisch-Blau dekoriertes Porzellan mit dieser Marke ist in der Ausführung dem der Rauensteiner Manufaktur sehr ähnlich. Beispielsweise sind Kompottieren (Feston-Form) nicht nur im Schaleninneren, sondern auch auf der Außenwand mit dem Strohblumenmuster dekoriert.
 
Marke: Jäger mit einem E darunter
Zusatz: ggf. Ziffern darunter
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): frühestens 1911 bis spätestens 1940
verwendet, wahrscheinlich: 1921 bis 1930
sonstiger Zusatz: gestempelte Ziffern
Varianten (als Bilder): -

Jäger

Anmerkung(en):
Diese Marke findet sich beispielsweise auf Zierporzellan der Art-Deco-Zeit.
 
Marke: Jäger
Zusatz: -
aufgetragen: aufglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): ca. 1918 bis spätestens 1925
verwendet, wahrscheinlich: 1918 bis 1923
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Jäger

Anmerkung(en):
(1) Porzellanscherben mit dieser Marke sind überwiegend um 1920 gefertigt worden.
(2) Denkbar wäre beispielsweise auch eine frühe Exportmarke (?).
 
Marke: Jäger
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau, schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): ab ca. 1918, vor 1925 ?
verwendet, wahrscheinlich: 1923 - Mitte 1925
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Schild mit Burg (JÄGER)

Anmerkung(en):
(1) Zuordnung zu Jäger/Eisenberg/Thüringen nicht sicher.
(2) Beispielseite: Gin-Flasche aus Porzellan.
 
Marke: Dreitürmige Burg (oder Stadtmauer), darunter Schild, darin
JÄGER
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): grün
verwendet (vermutlich, maximal): unklar
verwendet, wahrscheinlich: unklar
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Jäger

Anmerkung(en):
(1) Diese Marke gibt es auch mit einer Krone darüber, nachfolgend zu sehen.
(2) Derzeit ist davon auszugehen, dass diese Marke zwischen Mitte 1925 und Ende der 1920er Jahre gestempelt wurde.
 
Marke: Jäger
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): grün, blau
verwendet (vermutlich, maximal): frühestens 1925 bis spätestens 1940
verwendet, wahrscheinlich: Mitte 1925 bis 1929
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Krone und Jäger

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone mit Jäger
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): grün
verwendet (vermutlich, maximal): frühestens 1925 bis spätestens 1940
verwendet, wahrscheinlich: 1930 bis 1940
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): - unsauber gestempelte Marke - versetzt

Krone und Jäger - D.R.G.M.

Anmerkung(en):
(1) D.R.G.M. bedeutet Deutsches Reichs-Gebrauchsmuster.
(2) Der Zusatz befindet sich in den 1930er Jahren allgemein immer mal wieder an Porzellanteilen (z.B. Deckel oder bodenseitig), um das Design als geschützt auszuweisen, z.B.: Menage • für Essig, Öl und Zahnstocher mit Deckel, weiß, D.R.G.M. (Deutsches Reichs-Gebrauchsmuster).
 
Marke: Krone mit Jäger
Zusatz: D.R.G.M.
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): grün
verwendet (vermutlich, maximal): frühestens 1925 bis spätestens 1940
verwendet, wahrscheinlich: um 1930 bis 1940
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Krone und Jäger - Cambridge Ivory

Anmerkung(en):
Der Zusatz »Cambridge Ivory« befindet sich immer mal wieder unter Porzellanteilen, um die Poduktlinie »Elfenbeinporzellan« für den englischsprachigen Markt zu kennzeichnen.
 
Marke: Krone mit Jäger
Zusatz: Cambridge Ivory
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): grün
verwendet (vermutlich, maximal): frühestens 1925 bis spätestens 1940
verwendet, wahrscheinlich: um 1930 bis 1940
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Reichsmarine 1934

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
1934
Wehrmachtsadler
M
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1934
verwendet, wahrscheinlich: 1934
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Arbeitsdienst 1935

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
Arbeitsdienst
1935
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): grün
verwendet (vermutlich, maximal): 1935
verwendet, wahrscheinlich: 1935
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Reichsmarine 1935, ab 1. Juni 1935 Kriegsmarine

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
1935
Wehrmachtsadler
M
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1935
verwendet, wahrscheinlich: 1935
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Arbeitsdienst 1936

Anmerkung(en):
Derzeit kann davon ausgegangen werden, dass die Kennzeichnung »Arbeitsdienst« trotz des Reichsarbeitsdienstgesetzes vom 26. Juni 1935 im Jahr 1936 fortgesetzt worden war.
 
 

Kriegsmarine 1936

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
1936
Wehrmachtsadler
M
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1936
verwendet, wahrscheinlich: 1936
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Reichsarbeitsdienst 1937

Anmerkung(en):
Die Kennzeichnung mit »Reichsarbeitsdienst« wurde nach derzeitigem Wissen im Deutschen Reich für Kantinengeschirr ab 1937 eingeführt und fast flächendeckend auch umgesetzt. Daher ist davon auszugehen, dass von der Porzellanfabrik Jäger ab 1937 ebenfalls mit Reichsarbeitsdienst gestempelte Ware ausgeliefert wurde.
 
 

Kriegsmarine 1937

Anmerkung(en):
Es ist anzunehmen, dass der Adler der Marke gleich dem der nachfolgenden Jahre ist.
 
 

Reichsarbeitsdienst 1938

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
Reichsarbeitsdienst
1938
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): grün
verwendet (vermutlich, maximal): 1938
verwendet, wahrscheinlich: 1938
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Kriegsmarine 1938

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
Adler der Reichsmarine mit HK
M
1938
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1938
verwendet, wahrscheinlich: 1938
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Reichsarbeitsdienst 1939

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
Reichsarbeitsdienst
1939
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): grün
verwendet (vermutlich, maximal): 1939
verwendet, wahrscheinlich: 1939
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Kriegsmarine 1939

Anmerkung(en):
Die Jahreszahl der Marke ist sowohl in einer Serifenschrift vorhanden als auch in einer serifenlosen Schrift, wie dies in den Folgejahren üblich war.
 

Marke: Krone
Jäger
Adler der Reichsmarine mit HK
M
1939
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1939
verwendet, wahrscheinlich: 1939
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Kriegsmarine 1940

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
Adler der Reichsmarine mit HK
M
1940
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1940
verwendet, wahrscheinlich: 1940
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

W(ilhelm) Jäger in Eisenberg Th.

Anmerkung(en):
Diese 1941 eingeführte Marke W(ilhelm) Jäger wurde bis irgendwann nach Ende des II. Weltkrieges, der Gründung der DDR oder aber bis 1950 verwendet. Die dieser Marke nachfolgende Marke unterscheidet sich unter anderem in einem kürzeren unteren Bogen des J sowie einer Verkleinerung des T-Striches des Th am Ende.
 
Marke: Krone (W mit ilhelm im Inneren) Jäger Eisenberg Th.
Zusatz: -
aufgetragen: auf-/unterglasur je nach Dekor
Farbe(n): grün, blau
verwendet (vermutlich, maximal): frühestens 1940 bis spätestens 1960
verwendet, wahrscheinlich: 1941 bis 1945
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Kriegsmarine 1941

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: W(ilhelm) als Krone
Jäger
Adler der Reichsmarine mit HK
M
1941
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1941
verwendet, wahrscheinlich: 1941
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Kriegsmarine 1942

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: W(ilhelm) als Krone
Jäger
Adler der Reichsmarine mit HK
M
1942
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1942
verwendet, wahrscheinlich: 1942
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

??? - Kriegsmarine 1943

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke unklar: - möglicherweise wurde die entsprechende
Reichsbetriebsnummer (R. B. Nr.)
gestempelt
Die Nummernsignatur ist bislang nicht bekannt.

Denkbar wäre aber auch, dass aus Rationalisierungsgründen die Markung ganz entfiel.

W(ilhelm) Jäger in Eisenberg Th.

Anmerkung(en):
Die obige Marke ist sehr ähnlich der vorhergehenden und wurde offiziell bis 1960 verwendet. Dann kam es zu einer Fusion der Porzellanwerke »Jäger« und »Reinecke« unter dem Label »Fortuna«. Die Produktlinie Indisch-Blau wurde unter dem Label »Blau Saks« weitergeführt
Mit dieser Marke warb Jäger beispielsweise im Kalender »Unser Handelsprogramm 1957«; siehe Varianten-Bild.
 
Marke: Krone (W mit ilhelm im Inneren) Jäger Eisenberg Th.
Zusatz: -
aufgetragen: auf-/unterglasur je nach Dekor
Farbe(n): grün
verwendet (vermutlich, maximal): frühestens 1940 bis spätestens 1960
verwendet, wahrscheinlich: 1951 bis 1960
sonstiger Zusatz: Export: Фарфор из ГДР
Varianten (als Bilder):

Eisenberg/Th

Anmerkung(en):
Möglicherweise Exportmarke ab 1941/1945/1961?. Bislang ist eine sichere Zuordnung nicht möglich.
 
Marke: Krone
Jäger
Eisenberg Th
1869
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): schwarz
verwendet (vermutlich, maximal): 1941 - 1960
verwendet, wahrscheinlich: 1941 - 1945 oder 1949
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

DDR •Blau Saks•

Anmerkung(en):
Blau Saks - blauer Sachse war die Bezeichnung für Geschirr mit unterglausurblauem Dekor - meist Indisch-Blau-Dekor - und wurde als Bezeichnung erst in den 1950er Jahren als Markenbestandteil eingeführt, als der skandinavische und insbesondere der Benelux-Markt in großem Stil erschlossen wurden.
Auffallend ist das Fehlen einer Firmenbezeichnung - möglicherweise ist dies Ausdruck der Namensunsicherheit durch die Neugründung des VEB Fortuna Eisenberg mit der Unklarheit, ob der bisherige Firmenname »Jäger« geeignet für eine Fortsetzung ist. Andererseits wäre eine besondere Marke zur 100sten Jährung im Jahr 1969 ebenfalls denkbar.
 
Marke: Krone
Eisenberg DDR
•Blau Saks•
original seit
1869
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): 1945 - 1970
verwendet, wahrscheinlich: 1960 - 1968
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Eisenberg/DDR

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
Eisenberg DDR
1869
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): 1960 - 1989
verwendet, wahrscheinlich: 1960 - 1970
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

Eisenberg/DDR Original BLAU SAKS

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
Eisenberg DDR
seit 1869
Original BLAU SAKS
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): 1960 - 1989
verwendet, wahrscheinlich: 1960 - 1970
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

GDR-Exportmarke nach 1960 - Variante 1

Anmerkung(en):
Bei dieser Variante sind die Worte »Original BLAU SAKS« einzeilig, wobei das SAKS leicht abgesetzt nach oben steht.
 
Marke: Krone
Jäger
Eisenberg
seit 1869
Original BLAU SAKS
German Democratic Republic
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): 1960 - 1989
verwendet, wahrscheinlich: 1972 - 1989
sonstiger Zusatz:  
Varianten (als Bilder): -

GDR-Exportmarke nach 1960 - Variante 2

Anmerkung(en):
Bei dieser Variante sind die Worte »Original BLAU SAKS« einzeilig.
 
Marke: Krone
Jäger
Eisenberg
seit 1869
Original BLAU SAKS
German Democratic Republic
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): 1960 - 1989
verwendet, wahrscheinlich: 1972 - 1989
sonstiger Zusatz:  
Varianten (als Bilder): -

GDR-Exportmarke nach 1960 - Variante 3

Anmerkung(en):
Bei dieser Variante sind die Worte »Original BLAU SAKS« zweizeilig, der Zeilenumbruch erfolgt nach dem BLAU.
1960 fusionierten die Porzellanfabriken Jäger und Reinecke zu den Vereinigten Porzellanwerken, FortunaEisenberg, zusammen. Indischblau-Geschirr wurde jedoch weiter mit dem Label von Jäger gemarkt.
Der Markenschutz bestand ab 19?? für:
DDR - bis 21.04.1991
IR-Marke - bis 17.07.1991 (mit Schutzausdehnung für BRD, Benelux-Staaten)
Norwegen - bis 27.01.1993
Dänemark - bis 27.08.1992
Schutzmarkenangaben aus: Petermann, Pöpel (1999): Geschichte des Eisenberger Porzellans, Seite 68
Zeitliche Angaben, insbesondere zu dieser Marke, mit ab „1945“ sind erkennbar verkehrt, da die DDR erst 1949 gegründet wurde und erst ab ca. 1958 konsequent Porzellan mit einer DDR-Kennung versehen hatte.
 
Marke: Krone
Jäger
Eisenberg
seit 1869
Original BLAU
SAKS
German Democratic Republic
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): 1960 - 1989
verwendet, wahrscheinlich: 1980 - 1989
sonstiger Zusatz: Punkte (symmetrisch, 9 Positionen vorgesehen) unterhalb der Marke - evtl. als Code der Akkordarbeiter.
Varianten (als Bilder):

Blau Saks Marke - postsozialistisch bis 1993

Anmerkung(en):
Derzeit keine.
Marke: Krone
Jäger
Eisenberg
seit 1869
Original BLAU
SAKS
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): 1989 - 1995
verwendet, wahrscheinlich: 1989 - 1993
sonstiger Zusatz: -
Varianten (als Bilder): -

??? Postsozialistisch: ORIGINEEL BLAU SAKS DESIGN - HOTELQUALITÄT

Anmerkung(en):
Diese Porzellanmarke fand für Hotelgeschirr im niederländischen Markt Verwendung.
Unklar ist derzeit noch, ob diese Marke überhaupt dem Kahla-Konzern zugeordnet werden kann, da diese sich auf Geschirr findet, welches teilweise in der Form den eingestochenen Schriftzug »BAVARIA« aufweist sowie auf Indisch-Blau dekoriertem Glasgeschirr.
 
Marke: Krone
Jäger
Eisenberg Th.
1869
ORIGINEEL BLAU SAKS DESIGN
Zusatz: -
aufgetragen: unterglasur
Farbe(n): blau
verwendet (vermutlich, maximal): ???
verwendet, wahrscheinlich: ???
sonstiger Zusatz: MADE IN GERMANY - HOTELQUALITÄT
Varianten (als Bilder): -

Eisenberger Verknüpfungen

In der Nachfolge, ab 1960: Porzellanfabrik-Label Fortuna Eisenberg
Ausnahme ist das unterglasurblau dekorierte Indischblau-Porzellan, welches als Folge der guten Markteinführung weiterhin mit Jäger gemarkt wurde. Dies betrifft alle Marken zwischen 1960 bis 1972. Danach wurde die Marke weiter genutzt von der VEB Porzellankombinat Kahla, Zweigstelle: Eisenberg - Spezialporzellan Eisenberg, SPE.
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