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Kalk-Porzellanmarke der Woche
Kalk-Porzellanmarke
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Eisenberger Porzellan seit 1796

Eisenberger Porzellanmarken

»Form 1000«, die schräge Mokkaservice-Form aus Thüringen

  • Hersteller und Dekore aus: Deesbach, Eisenberg, Grossbreitenbach, Halle, Kahla, Leuchtenburg, Lichte, Oberhohndorf, Reichenbach, Rudolstadt, Schmiedefeld u.a.
  • Hersteller: Bremer & Schmidt, Spezialporzellan Eisenberg
  • Dekorateure: August Frank, August Frank & Bauer u. Lehmann, AVM HANSA, Bremer & Schmidt, Bauer und Lehmann, Carl Alfred Römhild, Carl Wilhelm & Co, C.K. Weithase, Ecklund, Erika Lutz, Erwin Jähnert, Franz Fritz Nachfolger, Häckel Pröschold, Hädrich und Hädrich, Hädrich und Sohn, Malerei Deesbach, Otto Hädrichs Wittwe, Porzellanmalerei Kahla, Porzellanwerk Lichte, Spezialporzellan Eisenberg, Willi Riese

Wenn Sie Porzellan / Geschirr oder Werbeschriften / Prospekte / Preislisten / Veröffentlichungen der Porzellanfabrik Kalk oder einer anderen Eisenberger Porzellanfabrik / Porzellanmalerei verkaufen wollen oder inhaltlich vergleichbare Informationen für eine Ver­öffentlichung zur Verfügung stellen wollen, schreiben Sie bitte an: porzellan@porzellanfieber.de

Wozu?

Ziel des Projekts porzellanfieber.de ist der Erhalt und das Gedenken an die Porzellinerzeit der Stadt Eisenberg/Thüringen.

Wer?

Derzeit wird das Projekt fortgeschrieben von Günther Schleu, Erlangen.

Mitwirkung

Eine Mitwirkung am Projekt porzellanfieber.de ist durch Gabe von Porzellanstücken, Firmenunterlagen, firmenspezifischen Produktivmitteln und anderen in Bezug zu Eisenberger Porzellanfabriken oder Porzellandekorateuren stehenden Gegenständen denkbar. Auch die Weitergabe von digitalisierten Unterlagen hilft.

Nutzungsbedingungen (bitte ganz lesen)

  • Urheberhinweise für Bilder und Texte
  • Quellangaben, Hinweise zur Zitierung
  • Kein Support, keine Historsierung
  • Vorgestellte Geschirrformen und Dekore sagen nichts über die Häufigkeit aus.
  • Haftungsausschluß • Garantieverzicht
  • ... mehr zu diesem Thema ...

Fest der Porzelliner in Selb

Am Samstag 1. August 2026 wird voraussichtlich der nächste Porzellanflohmarkt zum Porzellinerfest in der Selber Innenstadt stattfinden.

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Kontakt via eMail.
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fertig Stadt Eisenberg Vereine • Freiwillige Feuerwehr (seit 1852)• Andenken zu Jahrfeiern 10.10.2025
fertig Stadt Eisenberg Vereine • Freiwillige Feuerwehr (seit 1852) 10.10.2025
fertig Form 1000 Rudolstadt • C.K. Weithase (CKW) • {##} Andenken (Sellin a. Rügen — Wappen) 10.10.2025
fertig Form 1000 Rudolstadt • C.K. Weithase (CKW) 10.10.2025
fertig Stadt Selb Porzellinerfest: Photographische Impressionen vom Trödelmarkt 2025 in 99 + 1 Bilder 05.08.2025
fertig Stadt Selb Porzellinerfest: Photographische Impressionen vom Trödelmarkt 2024 in 100 + 1 Bilder 05.08.2024
fertig Stadt Eisenberg Firmen • VEB Möbelkombinat Eisenberg • Keramikteller (1979): 10 Jahre, Engobemalerei, Bürgel 21.10.2023
update Stadt Eisenberg Schulen • Volkshochschule: I.S.S. 1938 - International Summer Schools (Internationale Sommer Schulen) 21.10.2023
fertig PM Feodor Voigt Rechnungen 04.09.2023
fertig PF Bremer & Schmidt Geschmacksmuster #6483 (Ausschneidebogen in einer Kinderserviceverpackung) und #11138 (Kaffeegedeck) 31.08.2023
fertig PF VP Fortuna Geschmacksmuster #10648 (Geschirrform Pompadour) 29.08.2023
 
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Aktuelle Gedanken rund um porzellanfieber.de - diesmal:

März 2026: Es bleibt in der Familie
#gedeihlichkeit #mitwelt #nachhaltigkeit
Von: Günther Schleu, Erlangen
Rudel-Jungtier(stereo)typen
  • Schwanz hoch, knurren und bellen, darauf zulaufen, beißen.
  • Schwanz einziehen, winseln und wimmern, weglaufen, verstecken.
  • Schwanz wedeln, hecheln und fiepen, auf den Rückenlegen, ansehen.
Diese hier durchaus in einer bewusst extremen Formulierung genannten Grundmuster können in guten Teilen auch auf Menschen übertragen werden. Tatsächlich? Wir Menschen sind sicher etwas vielseitiger, aber dennoch verfallen wir gerne in altbewährte Muster (Angreifen, Weglaufen, Totstellen), der Evolution sei Dank. Und welche Wirkung hat dies auf die Familienbildung und ‑erhaltung? Ist es nicht so, dass die Entscheidung für die Familie jeden Tag aufs Neue getroffen werden muss und auch wird – und bei fehlendem klaren ›Ja‹ wird letztlich immer ein ›Nein‹ herauskommen? Welche Auswirkung haben diese Typen auf eine Familie? Wird Familie nicht gepflegt, verkümmert sie. Familie ist immer da notwendig, wo die genetische Grundausstattung für das Überleben nicht ausreicht. Und Kinder sind die Substanz, die Familie erst ausmacht.
Menschelnde Anfänge
In der Vergangenheit war es in manchen Kulturen üblich Kinder von Anfang an zu brechen. So wurden Kinder vom elterlichen körperlichen Kontakt zu Gunsten des Erfüllens von wirtschaftlichen Pflichten separiert. Wenn es dann noch einigermaßen gut ging, waren es die Großeltern oder ältere Geschwister, die sich kümmerten; so gut sie es konnten und wussten. Beispielsweise wach werdende Kleinkinder hat man schreien lassen, bis sie aufhörten respektive aufgaben, und erst dann sich ihnen wieder zugewendet. So wurde der Mangel von Anfang an „mit der Muttermilch“ eingeflößt; die Bedrohung von Alleinsein und Tod wurde gegenwärtig und als ›normal‹ eingeprägt. Einmal so programmiert wurden sie „erzogen“ und schließlich „in Gesellschaft und Welt gesetzt“. In der jeweils nächsten Generation pflanzte sich dieses Verhalten immer weiter fort und beeinflußt so das Denken der heutigen Menschen. Unter solchen Bedingungen ist ein Ausbilden einer gesunden Familie praktisch ausgeschlossen. Vielmehr wurde dadurch eine nicht reflektierbare, weil tief ins Unterbewusstsein verankerte, Fremdsteuerung implementiert.
Was als Charakterbildung und -stärkung dienen sollte, so die Rechtfertigung der bereits Erwachsenen, erzeugte Menschen, denen jegliches Gefühl, sich selbst genug zu sein, verloren ging. Mehr noch erzeugte man damit die Idee, im Außen nach Erfüllung und Zufriedenheit zu streben, sich zu ergeben mit dem Gefühl tiefer Hilflosigkeit und Wertlosigkeit. Das Vertrauen in eine fürsorgliche Welt und das Potential innerer Fülle wurden ersetzt durch die nimmersättliche Gier und einen unstillbaren Zweifel und dies sind nur zwei der Folgeerscheinungen der „Vertreibung aus dem Paradies“. Familie reduziert sich so zur minimalistischen Aufzuchtsgemeinschaft in welcher das Dominieren über die Konkurrenz zur Maximierung der eigenen Ressourcen zur inhaltsverarmten und werteverkehrten Sinngebung verkommt.
Derart haltlose Menschen lassen sich leicht Verführen und auch in jene Abhängigkeit zwingen, dessen Sklavenartigkeit nicht nur in der Liebe zu den fesselnden Ketten liegt, und erweckten zugleich auch in einem einen dämonischen Geist, der um die wahre Freiheit nichts mehr weiß, und der sich an seine körperliche Lebendigkeit klammert, fühlend, niemals verbindender Teil von etwas Ganzen sein zu können, und für den der Tod das schrecklichste vorstellbare Ende bedeutet oder die Befreiung aus dem Jammertal der Inkarnation (Fleischwerdung). Selbst das Streben nach Spiritualität läuft hier Gefahr in einer nicht enden wollenden Selbstoptimierung abzurutschen, welche sich durch Selbst(üb)erhebung ausdrückt, statt durch gedeihliche Nachstenliebe zum Nutzen aller beizuwirken.
Familientypen
Familien lassen sich leicht in zwei Typen aufteilen.
  • Familiengemeinschaften, deren oberstes Ziel der Zusammenhalt ist, von Verwandschaft, von Tradition, von erarbeiteten Gütern; eines Wirseins.
  • Familienbanden, deren oberstes Ziel der Kompensation von Stress gilt, der an die Umwelt nicht abgegeben werden kann oder darf; eines Ichseins.
Dass in jeder Familie auch Ausnahmen an Individuen vorhanden sind, muss uns an dieser Stelle nicht weiter stören. Betrachten wir den Charakter der beiden Familientypen, dann gibt es da einerseits ein ›wir‹ und andererseits ein ›ich‹ als oberste Bezugs- und Zielebene. Die Konsequenzen dieser beiden Entwürfe sind extrem unterschiedlich. Bei dem Wir-Typ ist immer das Wohl der Gemeinschaft vorrangig zu sehen und der Selbstverwirklichung wird ein Rahmen vorgegeben in dem diese dann laufen darf. Beim Ich-Typ sind Familienmitglieder über die Hackordnung definiert und nach Unten darf getreten werden, während nach Oben gebuckelt werden muss und wegen fehlender Familienlangzeitzielen wird vermehrt Eigeninteressen gefolgt und Unterstehenden aufgezwungen.
Familiengemeinschaften
Augenfälligstes Merkmal dürfte die fast bedingungslose Eingliederung jedes Familienmitglieds in die Familie sein. Treffen die nachfolgende Aussagen überwiegend zu, dann leben Sie, lieber Leser, im Wir-Familientyp.
  • Menschlicher Umgang in allen Alterstufen.
  • Voller Rückhalt.
  • Regelmäßige Familientreffen.
  • Besprechung aller Probleme in der Familie.
  • Hohe Ehrlichkeit unter Familienangehörigen.
  • Erziehung zur Selbstverantwortung.
  • Erwartung, dass sich jeder einbringt mit seinen besonderen Fähigkeiten.
  • Familienmitglieder werden nicht zur Stressbewältigung missbraucht.
  • Halten an Familienentscheidungen.
  • Disziplinierungsmaßnahmen sind bevorzugt maßvoll angesetzt.
  • Die Befähigung zu einer ehrlichen Selbstreflektion wird gefördert.
  • Die Ordnung baut auf Rücksichtnahme auf.
  • Streit wird als Orientierungshilfe für einen Einigungsprozess verstanden.
Strenge dient nicht der Erniedrigung sondern dem Widerherstellen von Augenhöhe. Ausgestoßen werden nur solche Nachkommen, die sich weder eingliedern wollen und auch die Werte der Familie nicht teilen. Das Erreichen von Familienzielen wird zur Pflicht aller Familienmitglieder und gelingt meist über Generationen hinweg, da bei der wachsenden Anzahl an Familienmitgliedern immer mehr an der Zielerreichung mitwirken. Die Resilienz (Widerstands- und Selbsterneuerungskraft) der Familie in wirtschaftlich schweren Zeiten ergibt sich vor allem durch geübte Selbstdisziplin und gelebter Familienverbundenheit. Nur selten wird in diese Idealrichtung gelebt.
Familienbanden
Vielleicht nicht wirklich ein glückliches Wort für diesen Typus, aber tatsächlich hat diese Familie mehr von einer Bande mit entsprechender Hackordnung als von einer ordnenden Gemeinschaft.
Typische Kennzeichen sind:
  • Besserwisserei.
  • Mangelerleben.
  • Neidkultur.
  • Stressabbau vornehmlich an Familienmitgliedern.
  • Schuldgefühle werden als Kontrollinstrument eingesetzt.
  • Häufig vorkommend Sucht- und Angststörungen.
  • Fehlende Familientraditionen und keine Ahnenverehrung.
  • Romantische Fantasien zu Familie, Kindheit und Alter.
  • Verschworenheit und Verschwiegenheit auf die ›kleine‹ Familie.
  • Innerfamiliäre Konfrontation statt Kompensation bei Stresssituationen.
  • Disziplinierungsmaßnahmen sind bevorzugt oft von innerer Alternativenlosigkeit geprägt und überzogen zu streng oder mild.
  • Die Hirarchie ist geprägt von individueller und oftmals willkürlicher Machtausübung.
  • Streit wird als Plattform für Stressabbau, Erniedrigung und Selbstwertdefinition genutzt.
Traumata durch andere Familienmitglieder gehören schon fast zur Tagesordnung. Die Dosis gereicht von Necken und Zwicken bis hin zu psychischen und physischen Missbrauch. In wirtschaftlich schweren Zeiten bedeutet der fehlende Zusammenhalt meist ein vollständiges Zerreißen der Familie. In alle Welt verstreut wird das Streben nach Selbstbestätigung und ‑befriedigung zur heimlichen Ordnung ohne bewußt weitergegebene Langzeitwirkung. Ein so vergifteter Geist findet sich zwischen den Extremen von Vollromantik und Menschenverachtung in einer das Selbst verwirrenden Hoffnungslosigkeit, meist zugedeckt mit Schaffensübereifer oder Depression.
Was können wir daraus lernen?
Unglaublich viel. Es ist ein einfaches Werkzeug zur Gradmessung von Familienwirklichkeit.
Familie ist genau genommen alle Vorfahren, also auch die bereits Verstorbenen, und alle daraus hervorgekommenen Nachfahren.
So gesehen ist der Beginn einer Familie ›Adam und Eva‹ im tieferen Sinne, also in dem Moment, wo diese Entscheidung fällt und ab dann konsequent gelebt wird. Allerdings braucht es mindestens zeitgleich drei Generationen, wenn ein solches Familiengemeinschaftsprojekt gelingen will. Kleinere Familieneinheiten, wie sie heutzutage immer mehr üblich sind, können Werte nicht sichtbar weitergeben und sind damit »Opfer« der Idee, dass man den gesellschaftlichen Grundstein Familie zerschlagen muss, um die Mitglieder einer Gesellschaft effektiv unterwerfen zu können. Und die Machthaber dahinter? Sie bleiben in ihren Familiengemeinschaften und lassen sich nicht spalten.
Ist Familie anstrengend? Mitunter Ja, ständig aber sollte sie es nicht sein. Und ja ein Teil dieser Anstrengung liegt darin, dass sich jedes Familienmitglied stetig auch ein wenig anpassen muss. Dies muss jedoch kein Anlass sein, sich an anderen Familienmitgliedern abzuregen.
Schauen wir uns doch mal die Wirklichkeit an ein paar Beispielen an:
  • Eltern geben an ihre Kinder ihre eigenen Traumen, Mängel, Ängste, Schuldbewusstsein usw. weiter und das hört sich dann meist so an: „Ich habe es auch nicht besser gehabt.“
  • Eltern leben in ihren Kindern ihre Vorstellung von einer glücklichen Kindheit aus. („Ich hatte als Kind nicht diese Chance.“)
  • Eltern leben an ihren Kindern ihre Phantasie eines besseren Lebens aus. („Tu was ich Dir sage und nicht das, was ich Dir vorlebe.“)
  • Eltern meinen besser zu wissen, was ihre Kinder brauchen. („Ich weiß besser was für Dich gut ist.“)
Erschreckend ist, dass nichts davon gut funktioniert oder überhaupt funktioniert, aber es wird trotzdem verbissen daran festgehalten. Vielleicht deshalb, weil es nichts alternativ erscheinendes gibt? »Du sollst tun, was ich dir sage, und nicht das, was ich dir vorlebe.« – was ist daran nicht zu verstehen? Aus der Sicht eines Kindes, welches sich am elterlichen Vorbild orientiert und es kopiert, im Prinzip alles! Und aus Sicht der Eltern? Diese stehen oftmals vor dem inneren Abgrund und anstatt dies zu kommunizieren schlagen sie verzweifelt und wild um sich, mit Taten oder aber zumindest mit Worten. Erziehung beruht oft auf Gegenseitigkeit. Auf Fördern und Fordern und auf Zuwendung. Ehrliches Reflektieren, Anerkennen von Grenzen und das Leben von familiärer Gemeinschaft ist nicht ersetzbar. Eigenes Wachstum auf Kosten der Kinder funktioniert (längerfristig) nicht und hinterlässt mangels eines generationenübergreifenden Ziels immer »verbrannte Erde«. Kein materieller »Jackpot« kann hier aushelfen, weder der gewonnene noch ein lebenslang erhofftes Gewinnen darauf.
Familien zerreißen derzeit in einem erschreckenden Maße. Es ist ein Zersetzungsprozeß der schon seit über 270 Jahre scheinbar geplant läuft, auch wenn der Beginn schon vor Jahrtausenden lag, und der auch in dem Verschwörungsbuch »Die Protokolle der Weißen von Zion«, dessen Autor nicht wirklich sicher bekannt ist, als eine der wichtigsten Regierungsmethoden von „Teile und Herrsche“ bezeichnet worden ist. Zumindest das Wissen um den Wert von Familie ist nicht nur in den Gesetzen – noch – verankert, sondern war schon vor Generationen bekannt und der Abbau als von ›Eliten‹ steuerbare nützliche Fehlentwicklung beschrieben, ähnlich wie der Abbau von Bildung für alle.
Familie braucht Heilung und Heilung beginnt immer erst mit der Wahrnehmung dessen was ist.
Gibt es eine Menschheitsfamilie?
Die Idee, dass wir Menschen alle von einem ersten Paar Mensch abstammen, einer Urmutter und einem Urvater, ist mythologisch. Die Erforschung des menschlichen Genoms ist da nicht so eindeutig reduktionistisch. Und vielleicht erklärt letzteres die großen Unterschiede zwischen uns Menschen?
Blickt man jedefalls aktuell ins Weltgeschehen, dann wird immer klarer, dass sich das Familienbandenmodell zwar invasiv ausgebreitet hat, aber auf einer endlichen Erde inzwischen immer öfter mit sich kollidiert. Die Konfliktausweitung und auch die Gewalttätigkeit gegeneinander nimmt zu, die Forderungen vermeintlich, weil eben nur selbsternannt, Mächtiger nach Unterwerfung und Auslieferung wird immer dreister. Kommt es zu einer Aufteilung der Welt, also der Einflussbereiche der derzeit expansionswilligen Machtausübenden?
Ist das das vielfach herbeigerufene oder auch gesehnte Ende der Menschheit oder nur unserer Lebensart und Lebenswelt? Kommt der III. Weltkrieg wegen der Maßlosigkeit und Rücksichtslosigkeit?
Oder sind dies alles nur die letzten Wehen einer sterbenden Epoche von Ichomanie, die nicht leise die Bühne verlassen will und die noch viel Leid hinterlassen will, weil die Macht bereits gebrochen ist? Kommt also das neue Zeitalter, jenes des Wassermanns in dem wir (wieder) als Familiengemeinschaft gedeihlich zusammenleben werden?
Wie wird die Rolle jedes einzelnen darin aussehen? Wird es bald nur noch eine große Familiengemeinschaft geben — sich jenes Wort erfüllen von dem ›einen Leib mit den vielen Gliedern‹?
Geht es hier auch mal ums Porzellan?
Gerne. Viele Porzellanfabrikgründer stammen aus bereits in der ›Zerrüttung‹ befindlichen Familien. Einerseits will ein Gründer sich oft selbst etwas beweisen oder sehnt sich nach der väterlichen Leistungsanerkennung, andererseits ist ein Abgleiten in Klischees nicht hilfreich ... zumal das Grundproblem der Zerrüttung mit dieser Zielsetzung nicht geheilt werden kann. Jedoch ist es sehr auffallend:
Porzellanherstellerdynastien sind eher die Ausnahme in Mitteleuropa. Meistens scheiterten die Firmengründungen schon in der ersten Generation, spätestens in der zweiten. Langjährige Firmen sind meist Kapitalgesellschaften ohne Familieneinfluss. Bereits um 1890 begann ein harter Preiskampf in den Absatzmärkten. Als Gegenbewegung entstanden Porzellanverbände, die neben den Firmenzusammenschlüssen und zunehmenden Rationalisierungsmaßnahmen in der Fertigung zu einer kartellähnlichen Strukturierung des Porzellanmarktes führten. Hier wurden Mindestpreise festgelegt, auch um die Porzelliner und Porzellanmaler vor den drohenden Auswirkungen von Preisdumping zu schützen. In gut 100 Jahren schrumpfte dieser Industriezweig in den deutschen Landen von über 1000 Betrieben auf unter 30. Oft wurden die Ziele der Gründer von deren Kindern nicht geteilt; es erinnert alles sehr an Thomas Manns Buddenbrooks.
Vor gut 150 Jahren war ein Porzellanservice, gerne mit Zwiebelmuster in Blau unter der Glasur verziert, Teil der Aussteuer und wurde aufgrund des hohen Kaufpreises oftmals auch weiter gereicht an die nächste Generation. Mit der höheren Verfügbarkeit von Porzellan wegen des anhaltenden Überangebotes verlor sich der Wert von Geschirrs und in Folge dessen schließlich das Interesse an einer Weitergabe. Warum sich mit altem, beschädigten, zerkratzten und aus nicht mehr nachkaufbaren Teilen bestehendes Geschirr aufhalten?
Der zunehmende materielle Überfluss ist zwar nicht in der Lage, die seelischen Mängel aufzufangen, aber es lenkt stark ab und verleitet zu einer materialistischen Sicht auf alle Dinge ganz ohne Seele und Geist. Inzwischen bilden sich immer mehr Extreme als Ersatzspielfeld, ob im ideologischen, religiösen oder sozialen Umfeld. Porzellan spielt da keine Rolle mehr und die vielen Sammler werden kaum mehr durch die nächste Generation abgelöst. Wie auch, wo Wohnraum so teuer ist, dass ein Hobbyzimmer nicht mehr drin ist?
Im geschichtlichen Werteverlauf zeigt sich Porzellan als gestürzt. Einst Luxusgut, welches die Seele erfreute, heute simpler Gebrauchsgegenstand, der funktionieren muss. Nichts davon ist zwangsläufig schlecht; wäre da nicht eine scheinbar absichtliche Steuerung dahinter. Zerissene Seelen hören lieber auf die Tagesschau als auf ihr Herz, denn letzteres trägt immer auch die Erinnerung mit sich, dass die Familie, so wie sie erlebt wurde, Leiden beinhaltet und beständigen Behauptungskampf. Dass hier KI alles möglicherweise noch schlimmer machen wird, will ich gar nicht weiter vertiefen ...
Und was heute?
Aus meiner Kindheit kenne ich noch die Forderung der Familienmitglieder der alten Generation nach dem Versprechen, dass »Es« in der Familie bleibt, bleiben muss. Jedoch wurde das Eingeforderte selten gelebt sondern es wurde nur abverlangt. Statt dessen wurde ausgehorcht, aber nicht um zu verstehen oder zu fördern, sondern um es später gegen einem selbst wieder aufgetischt zu bekommen, getarnt als Fürsorglichkeit, serviert mit Hohn. Viel gebrochen wurde hier.
Weniger zerbrochen wurde Porzellan, dafür aber das gegebene Wort und damit die Zuverlässigkeit und die Achtung voreinander. Denn gegenüber den Verstorbenen fühlen sich für aufgeklärte Geister haltende Menschen gerne nicht mehr gebunden. Noch nie kam aus dem Totenreich jemand zurück um wegen eines gebrochenes Wortes zu klagen. Eine Verbindung mit der eingenen Ehrhaftigkeit wurde negiert, nicht jedoch in der Wahrnehmung der Mitwissenden.
In dem hier aufgerufenen Sinne geht es um Porzellan, welches inzwischen lieber gepoltert wird, als wenigstens in gute Hände weitergegeben. Ja, leider ist älteres Eisenberger Porzellan nicht spülmaschinengeeignet und teils auch recht bruch- und splitterempfindlich. Und da beim heutigen Lebensstil oftmals kaum Einlagerungskapazitäten vorgesehen sind, geht die Hinterlassenschaft aus Porzellan entweder in den Müll oder wird vertickt.
Auffallend ist der fehlende »Stolz« in den Familien, deren Vorfahren einstmals Porzellainer oder Porzellanmaler waren. So verschwinden langsam die letzten Spuren einstiger Schaffenskraft aus dem Bewusstsein und dem Alltag. Hier hat die Verstaatlichung und Schließung der einzelnen Porzellanfabriken in Eisenberg in den DDR-Jahren sicherlich deutlich beigetragen, nicht nur weil dies vor rund einem halben Jahrhundert stattfand, sondern weil es auch als aufgezwungen, alternativlos und hilflos erlebt wurde. Kaum jemand möchte sich dann noch an das unrühmliche Ende mit dem Schließen des letzten Porzellanwerkes 1992 erinnern. So verliert sich die Erinnerung an eine einst große Zeit.
Mit dem Projekt porzellanfieber.de läuft ein Versuch, wenigsten einen Teil der geschaffenen Vielfalt zu bewahren und vielleicht auch die Idee eines ›lieber behalten‹ zu fördern. Wer insbesondere Werbematerialien von Eisenberger Porzellan oder andere Andenken zu Eisenberger Porzellanhersteller, wie beispielsweise Musterstücke oder firmengekennzeichnete Produktivmittel, weitergeben möchte, kann gerne über die unten stehende eMail-Adresse Kontakt aufnehmen.
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Zitation

 
 
 
©  2002  – 
by Günther Schleu
Zuletzt aktualisiert:
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