Vorläuferversion der Form 1000 ?
Mokkatasse von Bremer & Schmidt
Die aus Porzellan bestehende Mokkaserviceform »Form 1000« stellt eine gedankliche Fortsetzung der ArtDeco-Zeit dar, die durch die Kriegsaktivitäten des II. Weltkrieges praktisch vollständig sein Ende gefunden hatte; sie wurde um 1955 am Markt eingeführt. Die Form kennzeichnet sich durch eine eiförmige Grundform und einer schrägen Linienführung sowie dreieckig geformten Henkeln wodurch sich ein sehr ausgewogenes und optisch reizvolles Verhältnis ergibt.
Die Form 1000 war jahrelang so erfolgreich und aufgrund der markanten Formgebung sehr beliebt, dass verschiedenste (meist thüringer) Porzellanhersteller der DDR diese zur Herstellung von Mokkaservices mit oft farbenfrohen Dekor aber auch für (teils lysterglasierte) Andenkentässchen mit Städteansicht oder Städtewappen verwendeten. Insbesondere in den »Ostmarkt«, also in die Staaten der einstigen Sowjetunion und die Türkei wurde exportiert.
Auf den nachfolgenden Seiten findet sich eine (kleine) Auswahl der Dekorvielfalt aus gut einem Drittel Jahrhundert wieder.
Unklar ist derzeit auch, welche Porzellanfabriken das Geschirr selbst herstellten und welche es als Weißware einkauften und dekorierten. Sicher belegt ist die Herstellung nur für »Bremer & Schmidt« und »Spezialporzellan Eisenberg (SPE) / Vereinigten Porzellanwerken Kahla« mit Standort Eisenberg.
Die hier gezeigten Porzellanmarken beziehen sich auf Geschirrteile der Form 1000 und nicht auf alle von einer Firma verwendeten Marken. Alle bislang gefundenen Porzellanmarken wurden 1955 noch verwendet oder erst danach eingeführt.