Gekreuzte Pfeile wurden in mehreren Ländern als Porzellanmarke gestempelt. Ob dies in Anlehnung an die berühmten gekreuzten Schwerter Meissens geschah oder als Nachahmung der Kalker Porzellanmarke, kann nur vermutet werden.
Nicht weniger schwierig ist die Unterscheidung von handgemalten gekreuzten Pfeilen. Neben den Porzellanfabriken in Kalk bei Köln und Eisenberg/Thüringen gibt es weitere deutsche Firmen, die eine Zeitlang gekreuzte Pfeile als Markenzeichen verwendeten: Volksstedter Porzellanmanufaktur, Christian Nonne sowie die Familien Hamman und Greiner.
Heute findet sich die gestempelte Marke »gekreuzte Pfeile« auf Geschirr, Gebrauchsporzellanen, Porzellanfiguren und Nippes aus den folgenden Ländern:
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Deutschland:
Kalk/Köln & Eisenberg/Thüringen">Porzellanfabrik Kalk Eisenberg/Thüringen,
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Frankreich: Porzellanfabrik Bloch Paris (oft mit dem Zusatz: PORCELAINE DE PARIS FRANCE)

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Japan: Arnartcreation (oft mit einer mehrstelligen Nummer, Dekorbezeichnung und/oder Künstlernamen)

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USA: Homco (Home Improvement Co.) (oft mit einer mehrstelligen Nummer)

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Die Marke »Pfeilkreuz« von der Hamburg-Amerikanischen-Uhrenfabrik findet sich nicht nur auf dem Uhrwerk als Punze sondern auch in schwarzer Stempelung auf der Vorderseite von Zifferblättern aus Keramik oder Porzellan und hier wiederum oft mit Blaumalerei (Delft-Motive oder Indisch-Blau) verziert. Die Ziffernblätter sind, wenn überhaupt, auf der Rückseite mit der Herstellermarke des Ziffernblattherstellers versehen.
Daneben besteht auch bei der handgemalten Markung der gekreuzten Pfeile das Problem einer Zuordnung, da es verschiedene Firmen gab, die sich kreuzende „Waffen“ als Marke verwendeten. So verwendete die Porzellanfabrik Rauenstein gekreuzte Fahnen, die Zitzendorfer Porzellanmanufaktur gekreuzte Speere und die Volkstedter Porzellanfabrik ebenfalls ein sich kreuzendes Zeichen; allesamt mit einer gewissen und vermutlich auch beabsichtigten Ähnlichkeit zueinander und zur Meißener Porzellanfabrik mit ihrer allseits bekannten Marke - den gekreuzten Schwertern.
Damit besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer fehlerhaften Zuordnung von Porzellanstücken zu einem Hersteller.
Die nachfolgenden Markungen sind beispielhaft zu sehen und werden aufgrund der markant erscheinenden Pfeile häufig von Laien, aber auch von Antiquaren, der Porzellanfabrik
Kalk zugeordnet. Dies entbehrt aber jeglicher Grundlage - und zeigt nur auf, dass hier ein großes Informationsdefizit - gerade in den USA - in Bezug auf die eigene Geschichte der Porzellanherstellung und der teils weltkriegsbedingten Marktsituation herrscht.
Merkmalsliste als Unterscheidungshilfe:
» Teilweise sind noch die Originalaufkleber des Herstellers vorhanden (z.B. Arntartcreation) - deutlicher geht es nicht.
» Kalk stellte kaum Nippes her (Figuren, deutlich barockisiertes Zierporzellan).
» Kalk stellte keine Keramikerzeugnisse her.
» Zusätzlich eine Beschriftung in englischer Sprache — dann nicht von Kalk.
» Gekreuzte Pfeile und eine 3- oder mehrstellige Nummer stammt nicht von Kalk.
» Ein flacherer Winkel zwischen den Pfeilen als 90 ° stammt nicht von Kalk.
» Die Pfeilspitzen fehlen ° stammt nicht von Kalk.
» Gebogene Pfeilschaftlinien stammen nicht von Kalk.
» Kalk verwendete niemals eine vierfache Fiederung des Porzellanmarkenstempels, sondern ausschließlich eine dreifache.